Die Therapie der Kiefergelenke gehört zu den anspruchsvollsten Therapieformen des stomatognathen Systems.
Da es sich bei den Unterkieferbewegungen um sehr komplexe dreidimensionale Bewegungen (Kaubewegungen) handelt, ist auch der Bewegungsablauf kompliziert. Grundsätzlich unterscheidet man im Kiefergelenk zwischen Rotations-, Translations- und Pendelbewegungen, die durch die Zweiteilung des einzelnen Gelenkes hervorgerufen werden.
Das Kiefergelenk kann eine Fehlokklusion der Zähne („Falscher Biss“) kompensieren bzw. sich daran adaptieren. Beide Reaktionen, Kompensation und Adaptation sind allerdings nur in begrenztem Umfang möglich, so dass es im Laufe der Zeit zu den Beschwerden einer Craniomandibulären Dysfunktion, (CMD) kommen kann.
Diese komplexen Zusammenhänge, ihre Diagnose und eine anschließende Therapie können nur von Spezialisten interdisziplinär erkannt und durchgeführt werden.
Dazu arbeiten im CMD-Netzwerk u.a. in München, Zahnärzte als Funktionstherapeuten (DROS®-Therapie) mit Co-Therapeuten der verschiedensten Fachrichtungen zusammen – Radiologe (MRT), Orthopäde, HNO-Arzt, Kieferorthopäde, Osteopath, Physiotherapeut und Heilpraktiker.
Grundlage der Kiefergelenktherapie dabei ist die DROS®-Schiene mit ihrem individuellen Design, speziell für die Funktionsdiagnostik und Kiefergelenktherapie entwickelt.