Typische klinische und radiologische Symptome im Zusammenhang mit Weisheitszähnen können sein:
- Perikoronare Infektion
- Erweiterung des radiologischen Perikoronarraumes
- Perikoronare Auftreibung (beispielsweise durch Zystenbildung)
- Schmerzen / Spannungsgefühl im Kiefer-Gesichtsbereich
- Taschenbildung und Knochenresorption distal des 12-Jahr Molaren
- Resorptionen an Nachbarzähnen
- Elongation / Kippung
- kariöse Zerstörung / Pulpitis
Meist bleibt für die Weisheitszähne im Kiefer nicht genügend Platz. Der fehlende Raum ist hauptsächlich erklärbar durch eine zunehmende Verkleinerung der Kieferknochen im Laufe der Evolution. Dies wirkt sich am Unterkiefer oft stärker aus als am Oberkiefer.
Oft verbleiben dabei die Weisheitszähne im Kiefer (Retention) oder wachsen nur zu einem Teil heraus (Teilretention). In beiden Fällen erreichen sie damit nicht die Kauebene/Okklusionsebene und haben damit keine Funktion bzw. beeinträchtigen die anderen Zähne.
Daher gehört die Entfernung der Weisheitszähne zu den häufigsten Operationen in der Zahnarztpraxis.
Bedingt durch den Platzmangel kann es häufig auch im Laufe des Hervorwachsens der Weisheitszähne aus dem Kiefer zu Beschwerden kommen.
Sehr viele Jugendliche weisen ab dem 18. bis 19. Lebensjahr, nach Abschluss des knöchernen Wachstums, starke Verlagerungen der Weisheitszähne innerhalb der Zahnreihen auf.
Dies führt oft zu Dysfunktionen der Zähne, Unterkieferfehlstellungen und Muskelschmerzen im Kiefer.
Weisheitszähne sind oft verantwortlich für eine CMD, anfällig für Karies oder eine Zahnfleischentzündung.
Eine operative Entfernung von kompliziert gelagerten, elongierten / gekippten Weisheitszähnen sollte durch erfahrene Oralchirurgen oder Mund- Kiefer- Gesichtschirurgen durchgeführt werden.