Vor jeder Implantation erfolgt eine ausführliche persönliche Beratung und Anamnese. Sie werden umfassend über die Vorgehensweise, eventuelle Risiken, die Kosten und die Vorzüge der Implantatversorgung informiert. Entscheiden Sie sich dann für die Behandlung, beginnt zunächst die genaue Planung. Hierfür sind Voruntersuchungen, wie z.B. Röntgenaufnahmen erforderlich, um das Implantat bzw. die lmplantate exakt setzen zu können.
Eine zahnärztliche Untersuchung umfasst die Beurteilung der gesamten Mundhöhle, der Schleimhaut, der Zähne und der Kieferknochen. Wenn eine Einpflanzung in Erwägung gezogen wird, muss eine Röntgenmessaufnahme angefertigt werden. Dazu wird nach einem Kieferabdruck eine spezielle Platte hergestellt, in die Metallkörper (Kugeln oder Stifte) an den Stellen eingearbeitet sind, an denen eine Implantation geplant ist.
Da die Größe der Metallkörper, die auf der Aufnahme gut sichtbar sind, bekannt ist, kann aus dem Röntgenbild die zur Verfügung stehende Knochenhöhe sehr genau errechnet werde.
Mit der Entwicklung der Computertomographie (CT) steht ein Untersuchungsverfahren zur Verfügung, mit dem sehr viel einfacher und genauer das Knochenangebot vermessen werden kann. Mit einer speziellen Schablone wird in einer Klinik oder Praxis, die über die entsprechenden Möglichkeiten verfügt, ein Computertomogramm des Ober-, seltener des Unterkiefers, angefertigt werden. Der große Vorteil liegt darin, dass der gesamte Kiefer durch den Computer in über 100 Schnitten abgebildet werden kann. Auf diesen Schnittbildern können Höhe und Breite des Knochens direkt abgemessen werden.
Der Kiefer wird in verschiedenen Ebenen gleichzeitig dargestellt und damit eine räumliche Auswertung möglich. Neben der Vermessung des Kiefers kann die Knochenqualität durch Dichtemessungen beurteilt werden. Am Computer lassen sich bereits Implantationen mit 3D-Programmen simulieren.
Die Planung der Einpflanzung muss immer unter dem Gesichtspunkt der Sanierung des gesamten Gebisses erfolgen. Die umfasst die Auswahl der geeigneten Implantate, ihre Anzahl und die genaue Position für den späteren Zahnersatz. Diese Vorbereitungen sind sehr wichtig, um nach der Einheilungszeit einen Zahnersatz anfertigen zu können, der die Wiederherstellung der Funktion und der Ästhetik gewährleistet.
Bei der Auswahl des Implantatsystems, der genauen Größe der Implantate und der Anzahl der Pfeiler spielt das vorhandene Knochenangebot eine wichtige Rolle.
Nach dem Eingriff darf der Patient für 1 bis 2 Tage nur flüssige oder sehr weiche Kost zu sich nehmen. Um eine möglichst ungestörte Einheilung zu gewährleisten, sollten für 1 bis 2 Tage die Wangen oder das Kinn gekühlt werden.