
Das Implantat wird in der Regel unter örtlicher Betäubung, teilweise auch unter Vollnarkose, in den Kieferknochen eingesetzt. Eine Allgemeinnarkose sollte jedoch nur in Kliniken oder speziell dafür ausgerüsteten Praxen erfolgen.
Um jeder möglichen Verunreinigung vorzubeugen, wird die Implantat-Operation durch den Implantologen unter sterilen Bedingungen durchgeführt. Sobald die Betäubung wirkt, wird mit einem Schnitt die Schleimhaut geöffnet und der Ort für das Implantat freigelegt. Mit Spezialbohrern werden in mehreren Einzelschritten Bohrungen im Knochen vorgenommen, die der Dicke und Länge des Implantats entsprechen. Nachdem das Implantat präzise im Knochen sitzt, wird auf das Implantat eine Deckschraube geschraubt und das Zahnfleisch wieder vernäht.
So kann der Implantatkörper, abgedeckt und geschützt durch das Zahnfleisch, ungestört mit dem Kieferknochen fest verwachsen. Das Setzen eines Einzelimplantats dauert ungefähr 30 Minuten. Die Fäden werden nach einer Woche gezogen. Klingt die Betäubung ab, ist mit einem geringen Wundschmerz zu rechnen, der durch die Einnahme eines Schmerzmittels schnell wieder nachlässt. Nach dem Eingriff kann es zu einer Schwellung und gelegentlich auch zu kleinen Blutergüssen kommen.
Die anschließende Einheilphase, also die Zeit, in der der Implantatkörper von der Schleimhaut bedeckt und ohne Belastung im Knochen einheilt, kann je nach Fall ca. 2 - 7 Monate dauern. Bei einer Implantation im Unterkiefer beträgt diese Phase ca. 4 Monate und im Oberkiefer mindestens 6 Monate. Die genaue Zeitdauer hängt von der Beschaffenheit des Knochens, zusätzlichen Operationen sowie dem Heilungsverlauf ab.
In der Übergangsfrist wird ein provisorischer Zahnersatz angepasst. Dadurch können Sie auch während des Heilungsprozesses uneingeschränkt essen, sprechen und unbeschwert lachen.
Die Implantation kann ohne Schwierigkeiten völlig schmerzfrei in örtlicher Betäubung ambulant durchgeführt werden und wird von den Patienten in den meisten Fällen als weniger unangenehm empfunden als eine Zahnentfernung.
Für ein einzelnes Implantat wird mit einem kleinen Schleimhautschnitt die Knochenoberfläche freigelegt und in den Knochen ein Loch gebohrt, das genau der Größe der künstlichen Zahnwurzel entspricht.
Bei einigen Systemen muss ein Gewinde geschnitten werden, danach wird das Implantat in den Knochen eingesetzt. Das Innengewinde wird für die Dauer der Einheilung mit einer Schraube verschlossen und die kleine Schleimhautwunde durch Nähte versorgt, die nach 7 – 10 Tagen entfernt werden müssen.
Je nach Art und Umfang des Eingriffes werden Medikamente verordnet und Kontrolltermine vereinbart. In jedem Fall findet eine Nachuntersuchung nach ca. einer Woche statt.
Die Einheilungszeit beträgt für den Unterkiefer ca. 3 und für den Oberkiefer ca. 6 Monate.
Erst dann kann sich die weitere Versorgung anschließen.
Nach einer Implantation sollten Sie diese Dinge beachten:
Eine Implantatversorgung verlangt, mehr als jede andere Maßnahme, die gewissenhafte Mitarbeit des Patienten. Dazu gehören eine ausgezeichnete Mundhygiene und das konsequente Einhalten von Kontrollterminen.