
Mit Hilfe der anaroben Bakterienkultur konnten in der parodontologischen Forschung eine Anzahl wichtiger parodontalpathogener Bakterien (Markerbakterien) isoliert werden (AAP, consensus report 1996), deren kausale Bedeutung für die Entstehung der Parodontitis mittlerweile gesichert ist. Man fand eine direkte Korrelation zwischen dem Vorhandensein und der Menge von Markerbakterien und dem klinischen Schweregrad der Parodontitis. Nun haben neue Entwicklungen in der Molekularen Mikrobiologie den Einsatz der DNA- Technologie in Medizin und Zahnmedizin möglich gemacht. Diese Technologie ist jetzt auch generell in der oralen Mikrobiologie und speziell auch in der parodontalen Mikrobiologie verfügbar.
PCR steht für das englische "Polymerase-Chain-Reaction", Polymerase-Kettenreaktion. Mit dieser Technik kann man spezifische Nukleinsäure-Stücke (DNA) im Reagenzglas vervielfältigen, z.B. die DNA von bestimmten Bakterien. Polymerase heißt das Schlüsselenzym, das diese Reaktion ermöglicht. Wenn ein pathogener Mikroorganismus im Patientenmaterial (z.B. subingivalen Abstrich) vorhanden ist, kann dessen DNA isoliert und dann mittels PCR vervielfältigt werden. Theoretisch kann durch die PCR schon eine einzige Bakterienzelle nachgewiesen werden.

Die Eigenschaften des PCR-Tests:
Der PMT von LabOral basiert auf der PCR-Technik. Er ist spezifisch und hochempfindlich. Der PMT erkennt alle wichtigen parodontalpathogenen Erreger, die für die mikrobiologische Diagnose von parodontalen Infektionen von Bedeutung sind. Der PMT ist semiquantitativ, d.h. die Menge vorhandener Bakterien wird auf einer 5-stufigen Skala ausgedrückt.
| 0 | nicht nachgewiesen |
| +/- | sehr geringe Anzahl, Nachweisgrenze |
| + | leicht erhöht |
| ++ | mittelgradig erhöht |
| +++ | stark erhöht |
Durch die Anwendung der PCR-Technik können sowohl lebende als auch abgestorbene Bakterienzellen nachgewiesen werden, da beide DNA enthalten. Das impliziert, dass die Zeit zwischen Probennahme und Analyse keinen kritischen Faktor darstellt, wie das bei der Bakterienkultur (Anzucht auf Nährboden) der Fall ist. Die Benutzung des PMT bedeutet, dass der Zahnmediziner zu jedem beliebigen Zeitpunkt eine Probe beim Patienten entnehmen und an das Labor schicken kann. Da der PMT nicht vom Überleben der Bakterien abhängig ist, enthält das Transportröhrchen keine anaerobe Transportflüssigkeit mehr. Es ist leer.
Parodontitis und Periimplantitis sind komplexe Infektionen einer multifaktoriellen Natur. Daher spielen weitere Faktoren, wie z.B. das Rauchen, Stress, Alter, klinischer Schweregrad der Parodontitis, bisherige Behandlungsgeschichte und relevante medizinische Anamnese eine große Rolle und sind integraler Bestandteil der mikrobiologischen Diagnose. Die mikrobiologischen Ergebnisse werden unter Berücksichtigung dieser Parameter beurteilt und sind ein Teil der individuellen Therapieempfehlung von Laboral. Der zweite Schritt in der mikrobiologischen Diagnose ist die Interpretation der Resultate unter Einbeziehung der anamnestischen Daten. Der dritte und wichtigste Schritt in diesem Prozess ist eine wissenschaftlich begründete Therapieempfehlung. Die Befundung und Empfehlung von Laboral basiert auf wissenschaftlichen Studien und langjähriger Erfahrung auf dem Feld der Parodontologie. Erfahrene Parodontologen und Mikrobiologen tragen zu dieser Diagnostik bei.
LabOral arbeitet mit Wissenschaftlern aus ganz Europa und den USA zusammen. Mit dieser internationalen Zusammenarbeit auf dem Feld der klinischen Parodontologie wird eine wissenschaftlich fundierte und effiziente Parodontalbehandlung sichergestellt. Durch ständigen wissenschaftlichen Austausch von Forschungsergebnissen zwischen den einzelnen Zentren hält LabOral einen extensiven und aktuellen Fundus von parodontologischem Spezialwissen.

LabOral ist das mikrobiologische Parodontitis-Labor für den Zahnarzt – Diagnostik von Ärzten für Ärzte.
LabOral ist ein Team von niedergelassenen medizinischen Mikrobiologen und beratenden Parodontologen von internationalem Ruf.
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