
Jeden Kontakt der Zähne des Oberkiefers mit denen des Unterkiefers bezeichnet man als Okklusion.
Unter statischer Okklusion versteht man Zahnkontakte ohne Bewegung des Unterkiefers. Die statische Okklusion wird unterteilt in habituelle, zentrische und maximale Okklusion.
Gewohnheitsmäßig eingenommene statische Okklusion = gewöhnliche Schlußbissstellung.
Maximale Interkuspidation bei zentrischer Kondylenposition (CR-Position).
Unterkieferhaltung, bei der maximaler Vielpunktkontakt zwischen Unterkiefer- und Oberkieferzähnen besteht. Statische Okklusion mit maximalem Vielpunktkontakt ist nicht an eine Kondylenposition gebunden. Im Idealfall fällt die maximale Okklusion jedoch mit der zentrischen Kondylenposition zusammen.
Zahnkontakte, die infolge einer Bewegung des Unterkiefers entstehen.
Dynamische Okklusion zwischen Ober- und Unterkieferfrontzähnen.
Dynamische Okklusion zwischen Ober- und Unterkiefereckzähnen.
Dynamische Okklusion zwischen mehreren Zähnen auf der Laterotrusionsseite.
Nonokklusion: Fehlender Antagonistenkontakt bei vorhandener Bezahnung / „Falscher Biss".
Habitueller Vorkontakt: Vorzeitiger Kontakt eines Zahnes oder einer Zahngruppe in statischer oder dynamischer Okklusion / „Falscher Biss“.
Zentrischer Vorkontakt: Vorzeitiger Kontakt eines Zahnes oder einer Zahngruppe in zentrischer Kondylenposition, der bei Einnehmen der habituellen Okklusion den Kondylus in eine exzentrische Position führt / „Falscher Biss“.
Traumatisierende Okklusion: Vorkontakte in statischer und/oder dynamischer Okklusion, die zur Schädigung des Zahnes und/oder des Parodontiums führen / „Falscher Biss“
Okklusionsstörungen (gestörtes Zusammenspiel der Zähne von Ober- und Unterkiefer) führen zu einer fehlerhaften Bisslage, wodurch sich beide Kiefergelenke zwangsläufig in eine unphysiologische Lage bringen. Dies erzeugt Druck auf die umliegende Muskulatur, die so in unnatürlicher Weise beansprucht und belastet wird. Auch die Zahnsubstanz wird auf extreme Weise beansprucht und im Laufe der Zeit reduziert (
Zähneknirschen/Bruxismus). Auf Dauer bewirken diese Okklusionsstörungen Verspannungen und Schmerzen auch in anderen Teilen des Stütz- und Bewegungsapparates. So treten häufig Schmerzen an Zähnen und Kiefergelenken, im Gesicht und im Kopf- oder Nackenbereich auf. Dieser Symptomenkomplex wird als CMD bezeichnet.
Die GZFA hat ein Konzept entwickelt für die Diagnose und Therapie von Okklusions- und Kiefergelenkstörungen, das DROS-Therapie Konzept.
Franz Weiß, Entwickler des Konzepts und des diagnostischen und therapeutischen Hilfsmittels, der DROS-Schiene, prägt einen neuen Begriff in der Zahnheilkunde:
Zahnarzt und Zahntechniker werden zu „OKKLUSIONSTHERAPEUTEN“.