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Okklusion in der Zahnmedizin

Die Okklusion als zentrales Thema in der Zahnheilkunde

Was bedeutet Okklusion?

Merkmale eines eugnathen Gebisses | Gesundes Regelgebiss

Jeden Kontakt der Zähne des Oberkiefers mit denen des Unterkiefers bezeichnet man als Okklusion. 

  • stabile Gelenkposition 
  • perfekte Seitenzahnabstützung
  • steile Eckzahnführung
  • gleichmäßige Frontzahnführung

Okklusions-Unterschiede im Detail (Richtlinie der DGZMK):

Statische Okklusion:

Unter statischer Okklusion versteht man Zahnkontakte ohne Bewegung des Unterkiefers. Die statische Okklusion wird unterteilt in habituelle, zentrische und maximale Okklusion.

Habituelle Okklusion:

Gewohnheitsmäßig eingenommene statische Okklusion  = gewöhnliche Schlußbissstellung.

Zentrische Okklusion:

Maximale Interkuspidation bei zentrischer Kondylenposition  (CR-Position).

Maximale Okklusion:

Unterkieferhaltung, bei der maximaler Vielpunktkontakt zwischen Unterkiefer- und Oberkieferzähnen besteht. Statische Okklusion mit maximalem Vielpunktkontakt ist nicht an eine Kondylenposition gebunden. Im Idealfall fällt die maximale Okklusion jedoch mit der zentrischen Kondylenposition zusammen.

Dynamische Okklusion:

Zahnkontakte, die infolge einer Bewegung des Unterkiefers entstehen.
 

Frontzahnführung:

Dynamische Okklusion zwischen Ober- und Unterkieferfrontzähnen.

Eckzahnführung:

Dynamische Okklusion zwischen Ober- und Unterkiefereckzähnen.

Gruppenführung:

Dynamische Okklusion zwischen mehreren Zähnen auf der Laterotrusionsseite.

Okklusionsstörungen: (engl.: occlusal disturbances)

Nonokklusion: Fehlender Antagonistenkontakt bei vorhandener Bezahnung / „Falscher Biss".

Habitueller Vorkontakt: Vorzeitiger Kontakt eines Zahnes oder einer Zahngruppe in statischer oder dynamischer Okklusion / „Falscher Biss“.

Zentrischer Vorkontakt: Vorzeitiger Kontakt eines Zahnes oder einer Zahngruppe in zentrischer Kondylenposition, der bei Einnehmen der habituellen Okklusion den Kondylus in eine exzentrische Position führt / „Falscher Biss“.

Traumatisierende Okklusion: Vorkontakte in statischer und/oder dynamischer Okklusion, die zur Schädigung des Zahnes und/oder des Parodontiums führen / „Falscher Biss“

Folgen von Okklusionsstörungen

Okklusionsstörungen (gestörtes Zusammenspiel der Zähne von Ober- und Unterkiefer) führen zu einer fehlerhaften Bisslage, wodurch sich beide Kiefergelenke zwangsläufig in eine unphysiologische Lage bringen. Dies erzeugt Druck auf die umliegende Muskulatur, die so in unnatürlicher Weise beansprucht und belastet wird. Auch die Zahnsubstanz wird auf extreme Weise beansprucht und im Laufe der Zeit reduziert. Auf Dauer bewirken diese Okklusionsstörungen Verspannungen und Schmerzen auch in anderen Teilen des Stütz- und Bewegungsapparates. So treten häufig Schmerzen an Zähnen und Kiefergelenken, im Gesicht und im Kopf- oder Nackenbereich auf. Dieser Symptomenkomplex wird als CMD bezeichnet.

Diagnose und Therapie

Die GZFA hat ein Konzept entwickelt für die Diagnose und Therapie von Okklusions- und Kiefergelenkstörungen, das DROS-Therapie Konzept.

Franz Weiß, Entwickler des Konzepts und des diagnostischen und therapeutischen Hilfsmittels, der DROS-Schiene, prägt einen neuen Begriff in der Zahnheilkunde:

Zahnarzt und Zahntechniker werden zu „OKKLUSIONSTHERAPEUTEN“.

Ziel : Ein gesundes, beschwerdefreies, funktionelles und ästhetisches Gebiss 




DROS

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