Eine Implantatlösung ist sicherlich teurer, aber eine gute Empfehlung. Die andere Alternative ist eine Brückenversorgung. Hierbei müssten die beiden Nachbarzähne beschliffen werden. Mit einer Implantatlösung bleiben die beiden Zähne vollständig gesund.
Allein im vergangen Jahr wurden in Deutschland rund 500.000 Zahnimplantate gesetzt. Zahnimplantate gibt es bereits seit 1960. Untersuchungen belegen, dass über 95% der eingesetzten Zahnimplantate nach Jahrzehnten noch funktionstüchtig sind.
Ja, denn geringe Ablagerungen von Belägen (Plaque) oder Zahnstein können bereits Entzündungen zur Folge haben und das Implantat gefährden.
Die Sofortimplantation wird in einem unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit einer Zahnextraktion bzw. nach Zahnverlust durchgeführt.
Eine Entscheidung für ein Implantat ist nicht altersabhängig. Der allgemeine Gesundheitszustand ist von Bedeutung, nicht das Alter.
Mit zu schwach ist sicherlich gemeint, das an der Stelle für das Implantat zu wenig Knochensubstanz ist. Es gibt verschiedene Ersatzmaterialien, mit denen man den Knochen wieder aufbauen kann um eine Zahnimplantation zu ermöglichen.
Die heute auf dem Markt befindlichen Zahnimplantate bestehen meist aus hochreinem Titan. Titan ist biokompatibel und besonders gewebeverträglich, d. h. es wächst sehr gut in den Knochen ein.
Brückengerüste sind inzwischen metallfrei, z.B. aus Zirkonoxid, herstellbar. Auch die Zahnimplantate aus Zirkonoxid sind biologisch sehr gut verträglich und haben darüber hinaus den Vorteil, dass sie durch ihre weiße Farbe der natürlichen Zahnfarbe sehr nahe kommen.
Nein. Ein Implantat wird in der Regel unter örtlicher Betäubung, teilweise auch unter Vollnarkose, in den Kieferknochen eingesetzt. Eine Allgemeinnarkose sollte jedoch nur in Kliniken oder speziell dafür ausgerüsteten Praxen erfolgen.
Das ist individuell und dauert je nach Fall zwischen 2 und 6 Monate.
Die häufigste Ursache bei einem Implantatverlust ist die Fehlbelastung und/oder eine übermäßige Belastung.
Bei Zahnverlust kann es zu anschließender Kippung der Nachbarzähne in die entstandene Zahnlücke kommen; die komplexe Gesamtregulation wird allmählich gestört: Zähne werden stärker belastet und wandern aus der Zahnreihe, Muskeln verspannen sich und Muskelschmerzen können entstehen.
Es gibt absolute Kontraindikationen, wie frischer Herzinfarkt oder Hirnschlag, ein fortgeschrittenes Krebsleiden, psychiatrische Erkrankungen, Bluterkrankheit, entgleiste Zuckerkrankheit und Drogenabhängigkeit.
Es gibt Untersuchungen, die belegen, dass das Risiko eines Implantatverlustes bei Rauchern doppelt so hoch ist. Möchten Sie Zahnimplantate und möglichst lange daran Freude haben, so ist die Reduktion des Rauchens sicherlich ratsam. Wir empfehlen Ihnen gerne einen Zahnarzt, der Sie bei diesem Vorhaben unterstützt. Rufen Sie uns doch einfach an.
Es gibt Untersuchungen, die belegen, dass eine künstliche Zahnwurzel stabiler und haltbarer als natürliche Zahnwurzeln ist. Eine Funktionsanalyse von Zähnen und der Kiefergelenke ist dennoch ratsam.
Im Unterkiefer verläuft im Seitenzahnbereich in einem Knochenkanal ein Nerv zusammen mit Blutgefäßen, der die Aufgabe hat, die Unterlippe und einen Teil des Kinns mit Gefühl zu versorgen. Bei der Verletzung dieses Nervs durch eine Implantation, kann ein Taubheitsgefühl im Unterlippen- und Kinnbereich entstehen, dass länger oder sogar dauernd bestehen bleibt. Es gibt heute die Möglichkeit des navigierten Implantierens; ein computeruntersütztes Verfahren, das eine exakte Implantation ermöglicht.
Die Knochenqualität im Oberkiefer ist schlechter als im Unterkiefer. Aufgrund der stark ausgewölbten Kieferhöhle ist meist nicht genügend eigener Knochen vorhanden um das Implantat fest darin zu verankern. Erfahrene Implantologen lösen dieses Problem operativ mit dem so genannten Sinuslift. Dies ist sicherlich nicht gefährlich. Wichtig ist, dass Sie das notwendige Vertrauen in ihren Zahnarzt haben. Sie können diesen Eingriff allerdings auch von einem Oralchirurgen durchführen lassen, der aufgrund seines Tätigkeitsbereiches für diese Operationen routinierter ist.
Bei schlecht sitzenden Prothesen sind gerade die Zahnimplantate das Mittel der Wahl. Bei Zahnlosigkeit gibt es mit Zahnimplantaten verschiedene Lösungsmöglichkeiten; manchmal genügen schon 4 Implantate um der Prothese einen guten Halt zu geben. Auch verschiedene Finanzierungsmodelle sind machbar. Um für ihre individuelle Situation genaue Angaben zu machen, ist allerdings ein persönliches Gespräch notwendig.
Hier gibt es zwei verschiedene Behandlungsmöglichkeiten: Eine implantatverankerte herausnehmbare Prothese oder eine implantatverankerte festsitzende Brücke.
Ist ein Implantat noch nach mehreren Wochen nicht fest im Knochen verankert, muss es eventuell explantiert werden. Manchmal zeigt sich dadurch, dass das Implantat nicht im Knochen sondern nur im Bindegewebe verankert war. Länger anhaltende Schmerzen nach einer Implantation können auf eine Entzündung im umgebenen Knochen hinweisen. Für eine exakte Aussage ihrer Beschwerden, ist allerdings ein persönlicher Termin notwendig.
Wenn ihr behandelnder Zahnarzt keine Implantatversorgung vornimmt, kann er ihnen sicherlich einen guten Kollegen empfehlen. Ansonsten rufen Sie uns an, wir helfen gerne weiter.
Der BDIZ (Bundesverband der implantologisch tätigen Zahnärzte) verleiht den "Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie", eine Qualifikation, die bei einer bestimmten Anzahl durchgeführter und klinisch belegbarer Implantationen, erteilt wird.
Zahnimplantationen werden von erfahrenen Zahnärzten, von Oralchirurgen und von Fachärzten für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie durchgeführt.
Erfahrungen zeigen, dass Titan von unserem Körper vollständig akzeptiert wird und nachteilige Einflüsse, wie z.B. Allergien, nicht auftreten. Es gibt aber auch die Möglichkeit, Abklärung bei sehr ängstlichen Patienten, einen Labortest durchführen lassen.
Eine so genannte Bohrschablone wird individuell auf den Patienten angefertigt. Es ist ein computerunterstütztes Verfahren, das eine exakte Planung des Implantierens ermöglicht.
Das Imlantieren mit Hilfe der Bohrschablone bietet dem Zahnarzt und damit auch Ihnen größtmögliche Sicherheit. Mit diesem neuen Verfahren, ist es möglich, evtl. Risiken, wie z. B. Verletzen eines Nerves, auszuschließen.
Im Frontzahnbereich ist eine exakte Planung nicht weniger wichtig, da es hier um den Bereich der Ästhetik geht. Die exakte Position des Implantates ist quasi die Bedingung für eine ästhetisch schöne prothetische Versorgung eines Frontzahnes.
Die Platzierung von Zahnimplantaten im Kieferknochen erfordert eine sorgfältige Planung. Genau für diesen Zweck wurden die Bohrschablonen entwickelt. Dieses Verfahren gewährleistet eine sichere und exakte Positionierung der Implantate; eine Voraussetzung, die für eine ästhetische und natürlich für eine funktionelle Versorgung sehr wichtig ist.
Um eine Zahnlücke zu schließen gibt es 3 Möglichkeiten; eine herausnehmbare Teilprothese, die klassische, festsitzende Brücke oder ein Zahnimplantat.
Ein Zahnimplantat ist bei einer Freiendsituation die beste Lösung, allerdings kann man auch eine Teilprothese anfertigen lassen. Diese Prothesen haben deshalb einen entsprechenden Bügel, der im Oberkiefer über den Gaumen und im Unterkiefer unter der Zunge verläuft. Der Halt wird durch Klammern oder komplizierte Elemente, Geschiebe, Druckknöpfe, Attachments, Teleskope, erreicht.
Bei der Überbrückung mehrerer fehlenden Zähne gibt es häufiger Einschränkungen bezüglich der mechanischen Stabilität und somit der Haltbarkeit der Brücke. Zahnimplantate können hier Ersatzpfeilerzähne schaffen und bieten dadurch eine langlebige Alternative.
Vor jeder Implantation ist eine zahnärztliche Untersuchung und Anamnese notwendig, dann folgen Röntgenuntersuchungen, evtl. ein CT und das Vermessen der Kiefer.
Bei Freiendsituationen wird in der Regel ein herausnehmbarer Zahnersatz (Prothese) angefertigt. Implantate bieten hier eine ästhetisch angenehmere Alternative zur herausnehmbaren Prothese.
Bei fehlenden Einzelzähnen wird gerne implantiert, da die benachbarten Zähne nicht wie bei einer festsitzenden Brücke, beschliffen werden müssen.
Nicht jeder Mensch ist für eine Implantation geeignet. Bei schweren Allgemeinerkrankungen, wie z. B. Herzerkrankungen, Blutungsneigungen, Knochenerkrankungen, Stoffwechselstörungen (schwere Zuckerkrankheit), muss auf eine derartige Maßnahme verzichtet werden. Auch die regelmäßige Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Immunsuppressiva, Kortison, Zytostatika) kann eine Implantation verbieten.
Wir empfehlen eine Implantation erst nach dem 18. Lebensjahr möglich, da bis zu diesem Zeitpunkt das Kieferwachstum noch nicht abgeschlossen ist und der "Zahnnerv" innerhalb des Zahnes noch so ausgedehnt ist, dass er durch das Beschleifen beschädigt werden kann.
Sie sollten sich mit der Prothese anfreunden oder sich evtl. für eine Implantation entscheiden; die Zähne im Oberkiefer benötigen den Gegenkontakt, fehlt dieser, so neigen die Zähne dazu regelrecht herunterzuwachsen.
Bei fehlenden Zähnen wird der Kieferknochen an dieser Stelle nicht mehr belastet, der Knochen und das Zahnfleisch atrophieren (Abbau). Man nennt dies "Inaktivitätsatrophie". Jedes Gewebe im Menschen atrophiert, wenn es nicht benutzt wird.
Sie sollten sich mit der Zahnlücke nicht anfreunden; die benachbarten Zähne der Zahnlücke können aufgrund des mangelnden Haltes in Richtung Zahnlücke kippen und dadurch gerät die ganze Gebissseite durcheinander, die Zähne stehen schräg und nicht mehr an ihrem angestammten Platz.
Das Gebiss eines Menschen mit allen seinen Zähnen ist keine starre Einrichtung, sondern vielmehr ein bewegliches System, dass auf Veränderungen (wie etwa eine Zahnlücke) umgehend reagiert. Die Position eines Zahnes im Gebiss wird bestimmt von seinen Nachbarzähnen, die ihn stützen, sowie von seinem Gegenüber, dem Antagonisten.
Große Behandlungen unter Narkose sind eine Lösung, aber nicht unbedingt der richtige Weg. Die Angst bleibt nach dieser Behandlung bestehen. Sinnvoll ist es die Angst zu behandeln, damit der Zahnarztbesuch stressfrei wird.
Ihr Zahnarzt kann, bevor er Ihnen eine Spritze injiziert, die Oberfläche des Zahnfleisches mit einem Betäubungsmittel vorbehandeln, der Einstich der Spritze ist dann nicht mehr so spürbar.
Eine Allergie auf das häufig verwendete Mittel Lidocain ist nicht bekannt. Sollten Sie dennoch überzeugt sein, dass Sie eine Allergie auf das Betäubungsmittel haben, dann können Sie einen Allergietest durchführen lassen.
Bei vielen Menschen löst das Geräusch des Bohrers Unbehagen aus. Meist liegt es daran, dass sie in der Vergangenheit eine schmerzhafte Erfahrung gemacht haben, die dann mit dem Geräusch assoziiert werden. Es gibt Zahnärzte, die Ihre Angstpatienten mit Kopfhörern behandeln und die Musik so laut drehen, dass das Geräusch des Bohrers nicht mehr zu hören ist.
Es gibt verschieden Entspannungstechniken, die helfen, die innere Anspannung zu beheben. Suchen Sie sich eine Technik, die Ihnen entspricht. Hierbei ist es wichtig, dass sie sich täglich etwas Zeit nehmen, das Entspannungsverfahren zu üben.
Ja, es gibt verschiedene Methoden, die eingesetzt werden, um den Angstpatienten zu helfen. Hypnose ist eine der Möglichkeiten.