GZFA - CMD Schiene: Definition von Aufbissschienen
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Aufbissschiene - Definition von Aufbissschienen

Definition von Aufbissschienen / Okklusionsschienen – eine Information für Patienten, Krankenkassen und Krankenversicherungen

Aufbissschienen sind Okklusionsschienen, die eine Harmonisierung der physiologischen Bisslage der Zahnreihen von Ober- und Unterkiefer, eine sog. harmonische Okklusion erreichen sollen. 

Anwendung finden Aufbissschienen bei der Behandlung von Zähneknirschen, Bruxismus und CMD. Erreicht werden soll in erster Linie eine Entspannung der Kaumuskulatur, denn eine verspannte Kau- Gesichts- und Kopfmuskulatur gilt als Auslöser für zahlreiche Schmerzen und Beschwerden in verschiedenen Körperregionen, wie Kopf- und Rückenschmerzen.

Bei der Definition unterscheidet man Schienen, die zur Diagnostik eingesetzt werden und gleichzeitig ein therapeutisches Ziel verfolgen, von der einfachen Schutzschiene ohne therapeutisches Ziel:

 

Diagnostische Aufbissschienen mit therapeutischem Ziel

- DROS® -Schiene 

- Michiganschiene

- Schöttl-Schiene

 

Schienen ohne therapeutisches Ziel

- DRUM-Schiene 

- Miniplastschiene 

- Knirscherschiene

- Tiefziehschiene

- Resilienzschiene (weiche Okklusionsschiene)

- Reflexschiene

- Gelb-Schiene

- DIR-Schiene 

 

Hier finden Sie eine Gegenüberstellung von DROS®-Schiene, Michiganschiene und Knirscherschiene 

 

Therapie mit Aufbissschienen

Das Interesse von Patienten, Krankenkassen und Krankenversicherungen an diagnostisch-ursächlichen Therapiekonzepten in der Zahnheilkunde ist groß, um jahrelange Leidenswege und Arztodysseen zu vermeiden.

Ein hoher therapeutischer Erfolg wird mit der DROS®-Schienentherapie erzielt, die auf dem Einsatz einer diagnostischen Aufbissschiene basiert.

Hier finden Sie Zahnärzte für die diagnostische Aufbissschiene DROS®

Eine Aufbissschiene unterstützt die Behandlung von CMD und entlastet das Kausystem

Eine CMD Aufbissschiene wird von Zahnärzten schon seit vielen Jahrzehnten eingesetzt, wenn sie Funktionsstörungen im Kausystem behandeln. Diese sind allgemein bekannt als Craniomandibuläre Dysfunktion - abgekürzt CMD. Durch die CMD Aufbisschiene wird allerdings nicht die Ursache des nächtlichen Knirschens verhindert. Dadurch dass das Knirschen aber eingedämmt wird, werden Kiefergelenke und das Kausystem entlastet.

 

Wirkungsweise von Aufbissschienen

Die bei der Schienentherapie eingesetzten Zahnschienen sind adjustierte CMD Aufbissschienen und werden in der Behandlung von Funktionsstörungen des Zusammenspiels der Zähne, im Falle einer gestörten Okklusion und deren negativen Auswirkungen auf Zähne, Zahnhalteapparat und Kaumuskulatur eingesetzt.

Dabei wird das Pressen von Zähnen aufeinander gemildert und die Beschwerden gelindert. Das Kiefergelenk wird entlastet und Schmerzen werden gelindert. Dadurch wird die Therapie der Craniomandibulären Dysfunktion erleichtert.

Zahnärzte verschreiben Patienten, welche die typischen CMD Symptome haben, daher häufig eine Aufbissschiene und führen eine Schienentherapie durch.

Wie Craniomandibuläre Dysfunktion entsteht

Die Ursachen für die Entstehung von CMD sind neben Stress auch Okklusionsstörungen, die als Risikofaktoren für die Entwicklung einer CMD in Frage kommen. Denn beide Faktoren können Verspannungen der Kau-, Kopf- und Gesichtsmuskulatur auslösen, die in Folge zu Kiefergelenkbeschwerden und über neuromuskuläre Abläufe über das Zentralnervensystem auch zu Schmerzsymptomen in anderen Körperregionen führen können.

So wird emotionaler Stress bei vielen Menschen in Form von Zähneknirschen / Bruxismus unter massiver Anspannung abgebaut und führt zu abgeschliffenen, abradierten Zähnen, die kein harmonisches Zusammenspiel der Zähne mehr gewährleisten. Dabei verschlechtert sich nicht nur der Biss. Die meisten CMD Patienten leiden in diesem Zusammenhang auch unter Schmerzen im Kiefergelenk oder im Bereich des Nackens und der Schulter. Der Zahnarzt stellt dann fest, dass die Zähne immer kürzer werden und die Betroffenen nicht mehr ihren „richtigen Biss“ finden. Es entwickelt sich ein Abrasionsgebiss.

Auch andere Okklusionsstörungen, wie insuffizienter Zahnersatz, haben besonders gravierende Auswirkungen auf Kaumuskulatur und Kiefergelenke. In der Folge kommt es zu einer Lageveränderung des dreidimensional beweglichen Unterkiefers. Dieser positioniert sich nach hinten oben und kann somit das Kiefergelenk mit der Gelenkscheibe, die eigentlich als Stoßdämpfer dienen soll, komprimieren. Die Kiefergelenke bzw. die Gelenkköpfe am Kiefergelenk geraten so aus ihrer physiologischen, zentrischen Position, welche für eine harmonische Bisslage jedoch unbedingt erforderlich ist.

 

DROS 1 und DROS 2 Aufbissschiene

Die DROS® Aufbissschiene ist keine reine Schutzschiene. Denn als diagnostische und therapeutische Aufbiss-Schiene für den Oberkiefer, verfolgt sie ein therapeutisches Ziel:

Das Erreichen einer stabilen, zentrischen Unterkieferposition.

Sie ist also einerseits eine CMD Aufbissschiene für die Therapie der Craniomandibulären Dysfunktion, andererseits unterstützt sie die instrumentelle Funktionstherapie. Sie dient als Kiefergelenk-Positionierungsschiene und erreicht eine Harmonisierung von Okklusion und Kiefergelenkposition. In beidseits zentrischer Position der Kiefergelenkköpfe (Kondylen) ist der Zahnkontakt harmonisch, Kiefergelenke und Kaumuskulatur sind entspannt.

 

Als adjustierte Aufbissschiene für den Oberkiefer ist sie dabei integriert in das diagnostisch-ursächliche DROS®-Therapiekonzept mit standardisierten Arbeitsschritten und bietet damit eine komplette Lösung zur Behandlung der Craniomandibulären Dysfunktion.

 

DROS steht für:
D = Diagnostische
R = Relaxierende
O = Orientierende
S = Stabilisierende Aufbissschiene

 

Schienentherapie bei Zähneknirschen und CMD

Wirkungsweise der DROS®-Schiene in zwei Phasen

Ihr therapeutisches Ziel erreicht die DROS®-Schiene in zwei Phasen:

In PHASE I diagnostiziert (D) sie die gestörte Okklusion, hebt die Fehlkontakte auf und bewirkt eine Relaxation (R) der Kaumuskulatur.

In PHASE II ermöglicht sie eine Neuorientierung des Unterkiefers (O) in seine zentrische Lage mit anschließender Stabilisierung (S) dieser Position (stabile Kondylenposition).

Mit dieser zweifachen Wirkungsweise werden folgende Ziele erreicht:

- Die Unterbrechung des negativen Kreislaufs zwischen gestörter Okklusion/ Fehlkontakte der Zähne, verspannter Kaumuskulatur und neuromuskulärer Abläufe über das Zentralnervensystem.

- Der selbstzerstörende Einfluss auf Zahnhartsubstanz, Zahnhalteapparat und Zahnfleisch durch unbewusstes nächtliches Pressen und Knirschen wird unterbrochen.

- Entspannung der hyperaktiven Kau- und Gesichtsmuskeln.

- Entlastung der Kiefergelenke.

- Auffinden der physiologischen, zentrischen Lage des Unterkiefers, womit eine weitere Entspannung der Kaumuskulatur verbunden ist.

- Erreichen einer stabilen Unterkieferposition beidseits bzw. einer stabilen Beziehung zwischen Unterkiefer (Kondylus), Gelenkscheibe (Diskus) und Gelenkgrube (Fossa).

- nach kurzer Tragezeit der Schiene erfolgt oft bereits eine Linderung der Beschwerden.

- Aufzeigen der Möglichkeiten für eine dauerhafte restaurative Versorgung der Zähne, wie den Wiederaufbau verlorengegangener Zahnsubstanz.

Herstellung der DROS®-Aufbissschiene

Der Entwicklung der DROS®-Schiene als diagnostischem Hilfsmittel liegen 25 Jahre Erfahrung in Gnathologie und Funktionsdiagnostik zugrunde.

Die DROS®-Schiene wird individuell und hochwertig von zertifizierten, lizenzierten zahntechnischen Laboren hergestellt.

Einsatz und Anwendung der DROS®-Schiene

Die DROS®-Schiene wird nur von zertifizierten Zahnärzten, den DROS®-Therapeuten eingesetzt und im Rahmen des DROS®-Therapiekonzepts angewendet.

Hier finden Sie zertifizierte DROS®-Therapeuten in Ihrer Nähe 

Weitere Informationen zum Einsatz der DROS®-Aufbissschiene

Lesen Sie hier, was Patienten zur DROS®-Schiene sagen  

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