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Gegenüberstellung von Knirscherschiene, Michiganschiene und DROS®-Schiene

Behandlung mit Zahnschienen 

In der zahnärztlichen und kieferorthopädischen Behandlung von Zähneknirschen, Bruxismus und Craniomandibulären Dysfunktionen sind unterschiedliche Typen von Zahnschienen im Gebrauch. 

Zweck einer Schienentherapie ist es, Bruxismus und Myopathien aufgrund von Fehlfunktionen der Zähne und Kiefergelenke entgegenzuwirken. Idealerweise erreicht die Schienentherapie eine Harmonisierung von Okklusion und Kiefergelenkposition. 

Nicht alle Schienendesigns erfüllen allerdings diese Zielsetzung in gleichem Maße.

Nachfolgend werden die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale von Knirscherschiene, Michiganschiene und DROS®-Schiene sowie deren unterschiedliche Wirkungsweisen erläutert.

Knirscherschiene – symptomatische Wirkungsweise

Der Begriff „Knirscherschiene“ existiert in der einschlägigen Fachliteratur nicht, ist also kein Fachbegriff; auch fehlen wissenschaftliche Studien über die Wirkungsweise. Die Knirscherschiene wirkt als einfache Schutzschiene rein symptomatisch gegen weiteren Zahnabrieb durch nächtliches Zähnepressen und Zähneknirschen, behebt aber nicht dessen Ursache.  

Die Ursache liegt in Fehlfunktionen der Zähne, sog. Okklusionsstörungen in Verbindung mit Stress. Da die Fehlfunktionen bei anhaltendem Stress aber nicht therapiert werden, knirschen und pressen Betroffene unbewusst auch weiterhin auf der Schiene; diese wird dadurch regelrecht durchgebissen und muss in relativ kurzen Abständen erneuert werden. Mit dem Einsatz der Knirscherschiene gelingt zudem nicht die notwendige Harmonisierung von Okklusion und Kiefergelenkposition, sie hat somit kein Therapieziel. 

Michiganschiene – Wirkungsweise einphasig

Die ursprüngliche Michigan-Schiene wird eingesetzt bei myogenen (Muskel) und arthrogenen (Gelenk)Schmerzen und einer unsicheren Schlussbisslage. Sie wirkt vor allem als Relaxationsschiene. Der Nachteil dieser Schiene liegt darin, dass sie einen Bewegungsspielraum von nur 0,5mm x 0,5mm zulässt und die Führung des Unterkiefers auf der Schiene ausschließlich im Eckzahnbereich stattfindet. Fehlfunktionen (Parafunktionen) können dadurch befördert werden. Die heutige Michigan-Schiene gleicht einer einphasigen adjustierten Aufbissschiene.

DROS®-Schiene – Wirkungsweise zweiphasig, diagnostisch und therapeutisch 

Das vorrangige Ziel einer Therapie mit der DROS®-Schiene als adjustierter Aufbissschiene für den Oberkiefer, ist die mandibuläre Stabilisierung in zentrischer Relation (zentrierte räumliche Konstellation von Kondylus zu Fossa articularis). Die DROS®-Schiene wirkt zweiphasig mit einem diagnostischen und einem therapeutischen Ansatz. Ihre Anwendung erfolgt im Rahmen eines standardisierten Therapiekonzepts, dem DROS®-Konzept.

Design und Wirkungsweise der DROS®-Schiene im Vergleich zur Michiganschiene 

Bei beiden Schienentypen handelt es sich um Relaxationsschienen mit der Aufgabe, okklusale Fehlfunktionen (Parafunktionen) zu unterbinden, verspannte Kaumuskulatur zu relaxieren (Verminderung des Muskeltonus) und den Schutz vor Zerstörung der Zahnhartsubstanz sicher zu stellen.

Im Unterschied zur Michiganschiene wirkt die DROS®-Schiene in zwei Phasen:        

In der ersten Phase der Herstellung (DROS® I-Schiene) besteht die DROS®-Schiene im Frontzahnbereich aus einem Plateau für die Relaxierungsphase. Dieses Plateau ermöglicht und erleichtert eine dreidimensionale Neuausrichtung des Unterkiefers. Die geringe Neigung des Plateaus verhindert eine schienenbedingte Verlagerung des Unterkiefers nach hinten in den Bereich der bilaminären Zone, welche für einen Großteil der schmerzhaften Symptomatik von Kiefergelenken und Kiefer- und Kopfregion verantwortlich ist.

In der zweiten Phase der Herstellung (DROS® II-Schiene) wird nun auf der Schiene eine seitliche Abstützung und eine Front/Eckzahnführung hergestellt. Die Front/Eckzahnführung wird mit einer nur bis 25/30 Grad verlaufenden Neigung gestaltet, um auf jeden Fall eine dorsale Verlagerung des Unterkiefers zu vermeiden.

Der seitliche Aufbiss wird als horizontales Plateau ausgearbeitet, auf dem nur ein zentrischer Kontakt je unterem Seitenzahn besteht.

Auf dem relativ flachen Front/Eckzahnführungsplateau und dem horizontalen Aufbissplateau wird die DROS®II-Schiene ohne störende Manipulation der Bisslage in wöchentlichen Terminen feinjustiert.

Das Therapieziel, die Erlangung einer neuen zentrischen Relation in stabiler Kondylenposition (SKP), wird durch die DROS®-Schiene entscheidend erleichtert.

Vorteile der DROS®-Schiene

• Ursächliche und nicht rein symptomatische Vorgehensweise

• Diagnostische und therapeutische Wirkungsweise

• Kurze Tragedauer von ca. 7 Wochen

• 7 standardisierte Arbeitsschritte für Zahnarzt und Zahntechniker

• Kürzere Behandlungszeit, rascher Behandlungserfolg

 

Hier finden Sie Zahnärzte für die DROS®-Schiene in Ihrer Nähe

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