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Das Gebiss

Das Zahnwachstum beginnt mit den Milchzähnen, die später durch permanente Zähne "Dentes permanentes" abgelöst werden. Die Angaben über Zeitpunkt und Abfolge der ersten Zahnung stellen nur Durchschnittwerte dar. Bei einigen Kindern kommen die ersten Zähne früher, bei anderen etwas später. Das Milchgebiss des Kindes besteht aus 20 Zähnen, oben und unten je vier Schneidezähne, zwei Eck- und vier Backenzähne. Das permanente Gebiss hat 32 Zähne, oben und unten je vier Schneidezähne, zwei Eckzähne, vier kleine Backenzähne und sechs Backenzähne.

Alle Zähne sind nummeriert und jeder einzelne Zahn bekommt, je nachdem ob er im Ober- oder Unterkiefer links oder rechts liegt, noch eine zusätzliche Ziffer. Die Zähne des Oberkiefers sollten im Idealfall wie ein Zahnrad in die Grübchen des Unterkiefers passen. Das Zusammenpassen von Ober- und Unterkiefer bezeichnet der Zahnarzt als Okklusion.

Ist die Okklusion gestört können sich im Laufe der Zeit chronische Schmerzen entwickeln. Ein Beschwerdebild, das als Cranio mandibuläre Dysfunktion bezeichnet wird. Die häufigsten Symptome sind Schmerzen im Gelenkbereich, Knack- und Reibegeräusche sowie eine eingeschränkte Mundöffnung (siehe CMD).

Hypodontie = Nichtanlage einzelner Zähne, ist im Milchgebiss sehr selten; beim bleibenden Gebiss liegt die Häufigkeit bei 8%. Meist fehlen die Weisheitszähne und von den übrigen Zähnen fehlen eher die zweiten Backenzähne im Unter- und Oberkiefer und die oberen seitlichen Schneidezähne.

Milchzähne und Zahnen

Der Durchbruch der ersten Zähne ist in der Regel unproblematisch, verläuft oft unbemerkt und ohne Komplikationen.

Behandlung bei erschwertem Zahndurchbruch

Hat das zahnende Kind Beschwerden, hilft am besten die lokale Therapie. Eine Massage der Zahnleiste führt zur besseren Durchblutung und erleichtert den Zahndurchbruch. Hierfür eignen sich Beißringe, die einen massierenden Effekt ausüben. Weiterhin hat sich das Mittel Dentinox® bewährt, ein süßlich schmeckendes Medikament, was die Pflanzenextrakte Kamille und Myrrhe enthält, die die Entzündung hemmen. Die darin enthaltenen Acridinverbindungen wirken antibakteriell und desinfizierend; Lidocain betäubt lokal und lindert den Schmerz.

Bei starken Zahnungsbeschwerden, einer geröteten und geschwollenen Mundschleimhaut, kann nach Absprache mit dem Kinderarzt ein fiebersenkendes Zäpfchen oder ein Fiebersaft verabreicht werden. Sind die Milchzähne erst einmal vorhanden, ist es wichtig, dass sie erhalten bleiben, da sie als Platzhalter für die bleibenden Zähne dienen; bleiben sie gesund und ohne Karies, ist dies die beste Voraussetzung für das bleibende Gebiss.

Milchzähne sind in der Zusammensetzung und Struktur anders aufgebaut als die bleibenden Zähne und weniger widerstandsfähig. Der Zahnschmelz hat einen geringeren Mineraliengehalt und ein größeres Porenvolumen, dadurch sind sie einerseits heller, andererseits nutzen sie sich schneller ab; Zeichen der Abnutzung = Abrasion sind häufig zu sehen.

Auch unterscheidet sich der Aufbau des Zahnes vom bleibenden Zahn. Die Schmelzschicht ist dünner (weniger als 1mm) und die Pulpa im Verhältnis größer als bei bleibenden Zähnen. Das Zahnbein ist weniger widerstandsfähig, daher kann Karies schneller die Zahnhartsubstanzen durchdringen und den Zahnnerv erreichen. Auf Grund dessen ist es ratsam, Milchzahnkaries zu behandeln und nicht erst abzuwarten, bis der bleibende Zahn den Karieszahn ablöst.

Kariesbehandlung bei Milchzähnen ist allerdings meist schwierig, da sich die Kinder bei einer Behandlung nicht ruhig verhalten. Hinzu kommen technische Schwierigkeiten, da die Behandlung mit Kunststofffüllungen ein aufwendiges Verfahren ist, was die Geduld der Kinder meist überfordert. Karies im Milchgebiss sollte daher mit allen Kräften vermieden werden, es erspart dem Kind Schmerzen und beugt einer möglichen "Ansteckung" der bleibenden Zähne vor.

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