Wissenswertes über das Kindergebiss

Das „Milchgebiss“

Wussten Sie, dass die Entwicklung des Kindergebisses schon vor der Geburt des Kindes beginnt? Und das die ersten Zähne „Milchzähne“ heißen, weil sie eine hellere Farbe haben, als die bleibenden Zähne? Das Milchgebiss besteht aus 20 Zähnen. Die ersten Zähnchen können schon zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat durchbrechen - das sind meistens die unteren mittleren Schneidezähne. Dann folgen zwischen achtem und 12. Monat die oberen und seitlichen Schneidezähne. Als nächstes kommen zwischen 12. und 16. Monat oben und unten die vorderen Backenzähne. Ab 16. Monat entwickeln sich die Milcheckzähne. Zwischen dem 20. und 30. Monat brechen schließlich die hinteren Milchbackenzähne durch. Mit zweieinhalb bis drei Jahren ist das Milchgebiss dann vollständig ausgebildet. Natürlich variieren die Durchbruchzeiten der Zähne, denn jedes Kind entwickelt sich anders.
 

Beschwerden beim „Zahnen"

Hat ein Kind beim Zahnen Beschwerden, hilft am besten eine lokale Therapie: eine Massage der Zahnleiste führt zur besseren Durchblutung und erleichtert den Zahndurchbruch. Hierfür eignen sich Beißringe besonders gut. Weiterhin gibt es süßlich schmeckende Mittel, die Pflanzenextrakte wie Kamille und Myrrhe enthalten, entzündungshemmend, antibakteriell und desinfizierend wirken. Darin enthaltenes Lidocain betäubt lokal und lindert den Schmerz. Bei starken Zahnungsbeschwerden, einer geröteten und geschwollenen Mundschleimhaut kann, nach Absprache mit dem Kinderarzt, ein fiebersenkendes Zäpfchen oder Saft verabreicht werden.
 

Empfindlicher Zahnschmelz

Eine gute Zahnpflege ist für das Milchzahngebiss unerlässlich, denn der Zahnschmelz der Milchzähne ist nur halb so dick, wie bei den bleibenden Zähnen. Er hat einen geringeren Mineraliengehalt und ein größeres Porenvolumen. Das Zahnmark (Pulpa) ist im Verhältnis größer als beim bleibenden Zahn und das Zahnbein ist weniger widerstandsfähig. Daher kann Karies die Zahnhartsubstanzen schneller durchdringen und den Zahnnerv erreichen. Und das tut weh!
 

Platzhalter für die bleibenden Zähne

Ein gesundes Milchzahngebiss, ist auch für die psychische Entwicklung der Kinder und für ihre Sprachbildung von großer Bedeutung. Des weiteren dienen die Milchzähne als Platzhalter für die nachfolgenden, permanenten Zähne und gewährleisten ein gesundes Erwachsenengebiss. Aus diesem Grund sollten sie regelmäßig mit ihrem Kind zum Zahnarzt gehen und wackelnde Milchzähne nicht herausbrechen, sondern warten, bis sie von alleine ausfallen.

Ab ca. sechs Jahren wird das Gebiss Milchzahn für Milchzahn durch bleibende Zähne ersetzt. Mit ca. 15 Jahren ist das Gebiss schließlich komplett und besteht aus 32 Zähnen. Allerdings können zwischen dem 16. und 25. Lebensjahr noch Weisheitszähne wachsen. Bei vielen (80% der Europäer, DGZMK) stören sie, weil der Platz im Kiefer nicht ausreicht. Dann müssen die Zähne herausoperiert werden.
 

Zahnspangen bei Jugendlichen

Viele Teenager tragen eine Zahnspange, warum? Die Zähne des Oberkiefers sollten im Idealfall wie ein Zahnrad in die Zähne des Unterkiefers passen. Das nennt man Okklusion. Doch der Kiefer kann sich, z.B. durch ständiges Daumenlutschen, Schnuller oder Fläschchen nuckeln verformen. Dadurch wird die Okklusion gestört, was später zu unterschiedlichen Schmerzen und Beschwerden, sog. CMD-Symptomen, führen kann.
In vielen Fällen entscheiden sich Kieferorthopäden deshalb dazu, Fehlstellungen der Zähne mit Zahnspangen oder Schienen zu regulieren.
 

Alle Zähne haben Nummern

Sie haben sich bestimmt schon gefragt, warum Zahnärzte den einzelnen Zähnen immer Nummern geben: das Beziffern der Zähne läuft nach einem internationalen Zahlensystem ab, das den Ober- und Unterkiefer in Halbkreise einteilt und diese nochmal in je 2 Viertelkreise. In jedem Viertelkreis werden die Zähne von vorne nach hinten durchnummeriert. Das dient der genauen Dokumentation während einer Zahnbehandlung.

 
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