Kiefergelenk

Kauvorgang


Für die Zerkleinerung der Nahrung sind Zähne, Kiefergelenk und Kaumuskulatur in ihrer Funktion optimal aufeinander abgestimmt. Das Zusammenspiel zur Bewegung des Unterkiefers wird durch Nerven gesteuert, die einen Regelkreis bilden, dessen Steuerzentrum im zentralen Nervensystem (ZNS) durch Nervenfühler (Rezeptoren) alle Bewegungen koordiniert. Wird dieses funktionelle Zusammenspiel - des sogenannten stomatognathen Systems - gestört, kommt es zu Erkrankungen des Kiefergelenkes, der Kaumuskulatur oder des Zahnbettes und der Okklusion (Zusammenbiss der Zähne).

Nur der Unterkiefer führt die Bewegungen aus, die zum Beißen und Kauen notwendig sind. Für den normalen Kauprozess sind sehr schnelle Feinabstimmungen der Muskulatur nötig, durch die innerhalb von Sekundenbruchteilen die Bewegungen der Kiefer exakt geführt werden. Komplexe Vorgänge, die durch das Kiefergelenk und die Kontakte der Zähne im Wechselspiel gelenkt werden.

Ruheschwebelage

Pro Minute schlucken wir etwa zwei bis dreimal. Der Schluckvorgang trainiert die Kaumuskulatur und ihre Feinabstimmung. Nur beim Kauen und beim Schlucken des Speichels haben die Zähne Kontakt. Ansonsten sollte der Unterkiefer zum Oberkiefer keinen Kontakt haben. Diesen Zustand nennen die Zahnärzte Ruhe-Schwebe Lage. Der Volksmund kennt Aussprüche, die sicherlich nicht auf eine Ruhe-Schwebe Lage hinweisen: "Der beißt aber die Zähne zusammen", "Die beißt sich durch", "Dem werd ich die Zähne zeigen" - hierbei zeigen sich eher die aggressionsbezogenen Zusammenhänge von Gebiss und Psyche.


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