Rund um den Zahn

Gesunder Zahnschmelz und Nahrungsergänzungen


Störungen der Schmelzbildung können vererbt sein, durch Verletzung oder Gewalteinwirkung entstehen oder aber durch eine mangelhafte Ernährung bedingt sein. Abnormaler Zahnschmelz zeigt sich als Grübchen, Rillen oder Flecken. Am schlimmsten sind Unterernährung und Vitaminmangel. Früher war die Rachitis, die "englische Krankheit" bedeutsam. Heute sind Rachitis bedingte Zahnfehler wegen der Vitamin-D-Vorbeugung sehr selten.

Vitamin-D für die Zähne!

Vitamin D ist ein "Knochenvitamin", das gemeinsam mit dem Hormon der Nebenschilddrüse für den normalen Knochen- und Zahnaufbau sorgt. Im Körper erfüllt es optimale Funktionen zusammen mit dem Vitamin A. Vitamin A ist für den Aufbau einer gesunden Schleimhaut notwendig. Es befindet sich in Butter, Ei, Leber, Fisch, Karotten, Paprika, Spinat, Feldsalat, Marillen und Grünkohl. Die Tagesdosis beträt 0,8 - 1 mg. Die Aufnahme von Vitamin D im Körper ist weitgehend abhängig wie stark wir uns dem Sonnenlicht aussetzen; denn Vitamin D gilt auch als "Sonnenscheinvitamin". Es wird unter dem Einfluss von UV-Licht in der Haut aus einem cholesterinähnlichen Stoff gebildet, der Rest muss mit der Nahrung zugeführt werden. Vitamin-D-Mangel kann schon mal vorkommen. Der tägliche Bedarf lässt sich mit 1 bis 2 Eiern oder 1 Hering oder 1 großen Kalbsschnitzel oder 1 Teelöffel Lebertran decken. Der angegeben Tagebedarf beträt 5 -10 Millionstel Gramm. Tipp: Braten oder Grillen von Fisch zerstört bis zu 95% des Vitamin-D-Gehaltes!

Eine Überdosierung ist nur mit der Einnahme eines Vitaminpräparates möglich. Die Giftwirkung zeigt sich bereits ab der 5 bis 10fachen Höhe des Tagesbedarfs. Erscheinungen sind Appetitlosigkeit, Übelkeit, Durchfall, Gewichtsverlust, Blutdrucksteigerung, Nierenschäden und Gefäßverkalkung. Zahnfleischentzündungen können mit Vitamin E gehemmt werden. Es findet sich besonders in Weizenkeimen und Baumwollsamen. der Tagesbedarf beträgt 2 - 5 mg. Ebenfalls hemmend wirkt die Folsäure, die in Bierhefe, Rinderleber, Gemüse, Salat, Eigelb, und Weizenkeimen enthalten ist. Ihr Tagesbedarf liegt bei 400 Millionstel Gramm. Vitamin K fördert die Blutgerinnung und den Knochenaufbau. Es ist in Sauerkraut, Brokkoli, Vollkornbrot, Quark, Ei, Kartoffeln und in Karotten enthalten; die Tagesdosis leibt bei 60 bis 80 Millionstel Gramm.

Kalzium für die Zähne

Zähne und Knochen sind bei einem gesunden Stoffwechsel auf eine ausreichende Kalziumversorgung angewiesen. Der Tagesbedarf liegt bei 0,8 bis 1,2 g und steigt mit zunehmendem Alter an. Das Verhältnis allerdings mit Phosphor sollte von 2,5:1 stehen. Je nach Lebensmittel schwankt die Aufnahmefähigkeit des Organismus für das Kalzium von 5 und 50%. Verbessert wird die Ausnutzung durch das Vitamin C, D, Eiweiß und Milchzucker. Schlechter wird sie durch ballaststoffreiche Kost und durch Oxalsäure, die in Rhabarber, Schwarzer Tee und Spinat enthalten ist. 2/3 des Kalziums entnehmen wir den Milchprodukten. Der Rest wird über den Verzehr von Hülsenfrüchten, Getreide und Kohl abgedeckt. Einen höheren Bedarf an Kalzium haben Säuglinge, Kinder, Jugendliche, Schwangere und Stillende. Ein Mangel an diesem Vitamin führt zur Entkalkung der Knochen und Zähne. Besonders reichhaltige Lebensmittel sind Camembert, Edamer, Gouda, Grünkohl, Haselnuss, Mozzarella, Ölsardinen und Sojamehl. Tipp: 1 l Milch deckt mit 1.200 mg Kalzium mehr als den Tagesbedarf ( 800mg), selbst bei verstärkter körperlicher Tätigkeit.

Phosphor

Phosphor ist in Knochen und Zähnen fest an Kalzium gebunden und in vielen Lebensmitteln weit verbreitet. Vitamin D fördert die Aufnahme und steigt bei Eiweißzufuhr, besonders durch tierische Kost, an. 2/3 werden aus Eiern, Fisch, Fleisch und Milch aufgenommen. Ein Phosphormangel ist bei üblicher Kost eher unwahrscheinlich. Der Tagesbedarf liegt bei 1,5g. Lebensmittel mit einem hohen Phosphor Überschuss sind nicht so günstig, da das Phosphor Kalzium bindet und dieses dann dem Körper nicht mehr zu Verfügung steht. Gestört wird dieses Verhältnis auch durch einen hohen Verzehr an Zucker. Sehr phosphorreich sind Bierhefe, Eigelb, Kakaopulver, Magermilchpulver, Schnittkäse, Sojamehl und Weizenkeime sowie Weizenkleie. Arm an Phosphor sind Bier, Cola, Brokkoli Cornflakes, Grünkohl, Kartoffeln, Obst, Vollmilch und Weizenbrot.

Vitamin C

Entzündungen des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates werden durch bakterienhaltige Beläge verursacht, die wiederum durch einen Vitaminmangel, Eiweißmangel und einer Unterernährung begünstigt werden. Ein ausgeprägter Vit. C-Mangel führte früher zu Skorbut, einer gefürchteten Seefahrerkrankheit. Den Namen Ascorbinsäure hat das Vitamin von seiner Fähigkeit, Skorbut zu heilen, erhalten. Eine besonders große Rolle spielt das Vitamin bei der Wundheilung und bei Reparaturvorgängen. Ein Mangel zeigt sich an Blutungen von Haut und Schleimhaut und mit Zahnausfall. Ein Tagesbedarf von 10 mg pro Tag verhindert zwar die Entstehung von Skorbut, jedoch ist der tatsächliche Bedarf unterschiedlich, da z.B. Raucher, Alkoholiker, Schwangere und appetitlose Senioren sowie Fastfood-Anhänger mehr von diesem Vitamin benötigen. Auch Dauerstress, die Einnahme von Antibiotika und Aspirin sowie Kortison benötigt ein mehr an Vitamin C. Somit könnte man eine Tagesdosis auf 75 bis 125 mg angeben. Bei Rohkostverzehr wird generell viel Vitamin C aufgenommen. Der Tagesbedarf lässt sich durch 3 mittelgroße Kartoffeln oder 1/8 l Orangensaft oder 2 Orangen oder 1 Kiwi, 100 g Brokkoli oder 100 g Fenchel, 100 g Grünkohl und 1 Portion Sauerkraut oder 1 rohe rote Paprikaschote oder 1 Handvoll schwarzer Johannisbeeren decken.


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