07. Juni 2019
Pressemeldung

Richtige Pflege für gesunde Zähne: Das hilft wirklich!


Frei liegende Zahnhälse durch Parodontitis

Frei liegende Zahnhälse durch Parodontitis
Bildquelle: ©GZFA

Die häufigsten Fehler und Irrtümer bei der Zahnpflege

Häusliche Zahnpflege und gute sowie regelmäßige Vorsorge in der Zahnarztpraxis sind das A und O für die Zahn- und Mundgesundheit. Normalerweise gehört das Zähneputzen zur täglichen Routine und man denkt überhaupt nicht mehr darüber nach. Genau deshalb können sich durch Fehlinformationen verhängnisvolle Fehler einschleichen, welche die Zähne schädigen und Krankheiten hervorrufen, egal ob in jungen Jahren oder im fortgeschrittenen Alter.

Damit sich Irrtümer bei der Zahnpflege erst überhaupt nicht etablieren können, beantworten Zahnärzte als Experten für Zahngesundheit in München gerne Ihre individuellen Fragen zu diesem wichtigen Thema. Wenden Sie sich bei Fragen also vertrauensvoll an Ihren Zahnarzt, denn unsere Liste mit den Zahnirrtümern erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Werden ihre Zähne immer kürzer, ist nicht nur die richtige Pflege, sondern auch die Überprüfung des Bisses wichtig. Denn Ursache können Fehlstellungen mit Abrasion sein.
Werden ihre Zähne immer kürzer, ist nicht nur die richtige Pflege, sondern auch die Überprüfung des Bisses wichtig. Denn Ursache können Fehlstellungen mit Abrasion sein.
Bildquelle: ©GZFA

 

Die häufigsten Irrtümer rund um die Zahngesundheit

Den häufigsten Irrtümern wollen wir nachgehen und Ihnen Hintergrundinformationen dazu liefern.

Milchzähne braucht man nicht putzen!
Falsch! Je früher, je besser!
Natürlich fallen die ersten Zähne, auch Milchzähne genannt, bereits im Kindesalter automatisch wieder aus und werden nach und nach durch die bleibenden Zähne ersetzt. Trotzdem sollten Eltern darauf achten, dass die Milchzähne ihrer Kinder eine gründliche Zahnpflege erhalten und ihre Kinder bereits in jungen Jahren dazu anleiten. Schon im Kindesalter wird der Grundstein für die Zahngesundheit im Erwachsenenalter gelegt. Die Milchzähne als Platzhalter für die bleibenden Zähne sind für die Sprachentwicklung wichtig. Darüber hinaus können durch die ersten Zähne spätere Zahnfehlstellungen und Abrasionen mit vielen Folgen wie z. B. Craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD) verhindert werden. Tief entwickelte Karies kann sich außerdem sogar auf die noch im Kiefer liegenden nicht ausgereiften Zähne ausbreiten.
 

Hausmittel wie Backpulver, Zitrone oder zerdrückte Erdbeeren hellen die Zähne auf!
Diese Experimente würden wir Ihnen nicht empfehlen!
Was immer Sie in alternativen Foren zur Zahnaufhellung lesen, gehen Sie äußerst vorsichtig damit um. Oft wird empfohlen, Erdbeeren zu zerdrücken und sich damit die Zähne zu putzen. Die Paste hat ungefähr den PH-Wert von Coca-Cola, raut die Oberfläche auf und demineralisiert die Zähne. Ebenso angriffslustig ist die Mischung aus Backpulver mit Zitrone.
Wer sich strahlend weiße Zähne wünscht, sollte sich besser für ein professionelles Bleaching an seinen Zahnarzt wenden. In der Zahnarztpraxis wird erst untersucht, ob Karies oder undichte Kronenränder vorliegen. Dann wird mit Wasserstoffperoxid behandelt oder eine passgenaue Bleaching-Schiene angefertigt, um zu Hause mit speziellen Mitteln zu behandeln und einwirken zu lassen. Die Meinung, dass Bleaching die Zähne grundsätzlich kaputt macht, ist ein Irrtum, sofern es professionell beim Zahnarzt durchgeführt wird.
 

Ab und zu ein wenig naschen, schadet nicht!
Oh doch! Es kommt nicht auf die Menge an!
Für die Zähne sind Süßigkeiten ein schwerer Angriff, denn die aus Zucker umgewandelte Säure attackiert die Zahnoberfläche. Es können sich Kariesbakterien und Plaque (Zahnbeläge) bilden. Das gilt sowohl für gezuckerten Kaffee als auch für Gummibärchen, ein Stückchen Schokolade oder süße Softdrinks. Die Menge ist da zunächst nicht relevant. Wer außerdem glaubt, dass Honig oder brauner Zucker besser sind für die Zähne, der ist einfach falsch informiert. Versteckte Zuckerquellen sind übrigens u.a. Ketchup, Sushi, Müsliriegel, Dosensuppen, Fruchtjogurt, Fertigmüsli und vieles mehr.
 

Gleich nach dem Essen die Zähne putzen!
Das sollten Sie sich schnell wieder abgewöhnen!
Nach dem Essen sollten Sie ca. 30 bis 60 Minuten warten, bis Sie die Zähne putzen. In dieser Wartezeit hat der Speichelfluss die Chance, den Zahnschmelz zu remineralisieren. Wer direkt nach dem Essen und vor allem nach dem Genuss von z. B. Fruchtsäften oder Cola die Zähne putzt, kann genau das Gegenteil erreichen: Die aus Zucker umgewandelte Säure im Essen oder in den Getränken löst die härtenden Stoffe im Zahnschmelz, der durch die mechanische Reibung beim Putzen abgetragen werden kann.

Die richtige Pflege der Zähne könnte vorbeugen: Aufgrund von Parodontitis geht das Zahnfleisch zurück, die Zahnhälse liegen frei.
Die richtige Pflege der Zähne könnte vorbeugen: Aufgrund von Parodontitis geht das Zahnfleisch zurück, die Zahnhälse liegen frei.
Bildquelle: ©GZFA

 

Zähneputzen hilft gegen Mundgeruch
Das ist nur ein Teil der Wahrheit.
Mundgeruch (Halitosis), vor allem wenn dieser dauerhaft ist, kann auch auf ernstzunehmende Krankheiten wie z. B. Diabetes hinweisen. Öfter jedoch ist das Zahnfleisch betroffen. Der Geruch kann von einer Zahnfleischentzündung ausgehen (Gingivitis), die unbehandelt fortschreitet und sich zur Volkskrankheit Parodontitis entwickelt, der häufigsten Ursache für Zahnverlust. Mundgeruch kann auch durch Mund- und Schleimhauttrockenheit ausgelöst werden. In diesem Fall sollten Sie viel Wasser trinken. Sofern Zungenbeläge für den unangenehmen Atem verantwortlich sind, so hilft ein Zungenschaber, um diese zu entfernen - und natürlich akribische häusliche Mundpflege.
 

Prothesen und Zahnersatz brauchen keine Pflege!
Ganz das Gegenteil ist der Fall!
Zahnersatz – ob festsitzende Zahnimplantate oder herausnehmbare Voll- oder Teilprothesen – benötigt genauso gründliche Pflege wie die natürlichen Zähne, denn auch auf dem Zahnersatz können sich schädliche Beläge (Plaque) ansammeln und die noch vorhandenen Zähne und das umliegende Zahnfleisch gefährden. Das gilt auch für künstliche Zahnwurzeln, wobei man bei dieser Entzündung des Zahnhalteapparates um ein Implantat von Periimplantitis spricht. Diese Zahnbetterkrankung um das Implantat herum ist vergleichbar mit Parodontitis. Im schlimmsten Fall kann das wertvolle Implantat verloren gehen.

Die Dentalhygienikerin (DH) kümmert sich um die richtige Zahnpflege und Parodontitis-Prophylaxe in der Zahnarztpraxis.
Die Dentalhygienikerin (DH) kümmert sich um die richtige Zahnpflege und Parodontitis-Prophylaxe in der Zahnarztpraxis.
Bildquelle: ©MunichDent

 

Zahnärzte, Dentalhygienikerinnen und Experten für Zahnersatz in München beraten rund um die Themen Zahnpflege, Mundhygiene und Mundgesundheit und geben Tipps zu Ernährung, der richtigen Putztechnik und sinnvollen Reinigungsutensilien.


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