Tinnitus

Durchblutungsstörungen als Ursache von Ohrgeräuschen?


Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist eine Durchblutungsstörung als Ursache von Ohrgeräuschen und Hörsturz sehr selten. Dennoch werden bei allen Formen von Tinnitus immer noch für Millionen von Euro durchblutungsfördernde Medikamente in Form von Tabletten und Infusionen wahrscheinlich fälschlicherweise verordnet.

Warum uns ein Tinnitus aus der Bahn wirft und wie ein Tinnitus chronisch werden kann

In den 60er-Jahren machten Wissenschaftler, die sich mit Ohrgeräuschen beschäftigten, eine wichtige, aber für die damals behandelten Patienten schwerwiegende Entdeckung. In der Annahme, dass ein Ohrgeräusch vom Innenohr ständig an das Gehirn weitergeleitet wird, versuchte man verzweifelten Patienten dadurch zu helfen, indem man operativ den Hörnerv durchschnitt. Man dachte, dass dann die falschen Signale aus dem Innenohr nicht mehr in das Gehirn weitergeleitet werden und die Patienten somit von dem lästigen Ohrensausen befreit wären. Die durch die Operation entstehende Taubheit nahmen Arzt und Patient in Kauf. Ergebnis: Alle so behandelten Patienten waren nach der Operation an dem betreffenden Ohr zwar taub, der Tinnitus war jedoch unverändert vorhanden, oft sogar noch schlimmer! Trotz der leidvollen Erfahrungen der Patienten waren diese Operationen ein Meilenstein auf dem Weg der Forschung über Ohrgeräusche: Die Erkenntnis war geboren, dass ein Ohrgeräusch, auch wenn es zunächst im Innenohr produziert wird, in der Wahrnehmung im Gehirn wie ein "Ohrwurm" abgespeichert werden kann und somit unabhängig vom Innenohr weiter besteht.


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