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Erfahrungsbericht

15. Oktober 2007
Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht CMD von Nicole S., 36 Jahre


Die anatomische Fehlstellung in beiden Kiefergelenken besteht bei mir wohl schon seit der Kindheit. Zumindest begleitet mich das ausgeprägte Knacken und Knirschen beim Kauen schon so lange ich denken kann. Diese Begleiterscheinungen störten mich (und auch die behandelnden Zahnärzte bzw. Kieferorthopäden in meiner Kindheit) nicht weiter. Bis ich so etwa Mitte 20 war. Da traten dann relativ spontan und ohne erkennbare Zusammenhänge die für eine CMD typischen Symptome auf: Schmerzen beim Mundöffnen, gleichseitiger Gesichtsschmerz mit Betonung im Ohr-, Wangen- und Schläfenbereich, migräneartige Kopfschmerzen, Schmerzen bei Augenbewegungen, Schwindel, Übelkeit.

Nachdem bei vielen konsultierten Ärzten erstmal Ratlosigkeit herrschte, stand dann doch irgendwann die Diagnose fest: beidseitige anteriore Discusverlagerung mit Myoarthropathie. Das bedeutete im Klartext für mich: chronische Schmerzen im Gesichtsbereich, die sich scheinbar durch keinerlei Maßnahmen (Schmerzmittel, Entspannungsmethoden, Ruhigstellen...) beeinflussen ließen. Es folgten verschiedene Ansätze mit diversen Schienen, inklusive einer aufwändigen kieferorthopädischen Behandlung. Daraufhin hatte ich immerhin Intervalle ohne Schmerzen, die von einigen Wochen bis zu mehreren Monaten reichten. Das Knacken in den Kiefergelenken war jetzt anders, aber es war noch da...

Nach etwa 10 Jahren war es dann wieder soweit: Die Schmerzattacken (v.a. Myalgien im Wangen- und Schläfenbereich) kamen häufiger, bis sie erneut mein Leben 24 Stunden am Tag begleitet haben. Bei der Internetsuche nach weiteren Therapieansätzen landete ich schließlich auf der Seite der GZFA von Herrn Franz Weiß. Nach einem Informationsgespräch entschied ich mich zur Behandlung mit der DROS®-Schiene, die innerhalb weniger Tage bis Wochen bereits eine merkliche Schmerzlinderung brachte. Zusätzlich wurde in meinem Fall eine erneute kieferorthopädische Bißkorrektur mit entsprechendem Aufwand (Schienentherapie plus feste Spange) mit anschließender prothetischer Neuversorgung empfohlen.

Insgesamt ein langer Weg, der noch nicht zu Ende ist. Aber nach all den Jahren mit mehr oder weniger stark ausgeprägten chronischen Schmerzen habe ich jetzt wieder zunehmend schmerzfreie Intervalle. Die veränderte Bißlage brachte die erhoffte Entspannung der vorher fehlbelasteten Kau- und Schläfenmuskulatur mit sich. Auch das Knacken in den Kiefergelenken tritt fast nicht mehr auf. Selbst in meinem (von vielen Ärzten bestätigten) schweren Fall von CMD hat sich eine zufriedenstellende Lösung ergeben. Unterstützend wurde die Behandlung bei mir auch mit Physio- und Craniosacraltherapie begleitet. Wichtig sind dabei die richtigen Therapieansätze, die fachübergreifend entschieden werden müssen. So verschieden die Ursachen und Symptome der CMD sind, so individuell müssen meiner Meinung nach auch die Behandlungspläne sein. Und vor allen Dingen muss jeder Mensch mit seinen eigenen Problemen ernst genommen werden.


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