29. Februar 2012
CranioMandibuläre Dysfunktion, Pressemeldung

Mehr Klarheit über Rückenschmerz


GZFA über die fachübergreifende Therapie mit dem Zahnarzt

Mehr Klarheit über Rückenschmerz

Mehr Klarheit
über Rückenschmerz

München, 29.02.2012 (gzfa) – Rückenschmerz ist einer der
verbreitetsten Volkskrankheiten. Er beeinträchtigt nicht nur die
Lebensqualität des Betroffenen, sondern belastet aufgrund vieler
Fehltage auch die Volkswirtschaft. Neue Forschungsinitiativen
arbeiten verstärkt daran, mit fachübergreifender Forschung mehr
Klarheit zu gewinnen. Auch vor Ort in der Praxis halten Ärzte
Ausschau nach interdisziplinären Therapiekonzepten, um Patienten
mit dieser sich oft diffus zeigenden Schmerzart zu therapieren. Über wichtige Zusammenhänge von Rückenschmerz und dem erkrankten
Kausystem informiert die Gesellschaft für Zahngesundheit, Funktion
und Ästhetik (GZFA). Mit ihrem bundesweiten Netzwerk setzt sie
schon seit geraumer Zeit auf die fachübergreifende Therapie,
ausgehend vom Zahnarzt.

Viele Krankenversicherte leiden an unspezifischen Rückenschmerzen.
Allein bei DAK und AOK Niedersachsen mit ihren mehr als 1,65 Millionen
Versicherten sind dies 31,5 Prozent. Diese Zahlen sind Ergebnis eines
Projekts der beiden Krankenkassen. Gemeinsam mit Forschern und
Kooperationspartnern suchen sie nach neuen Versorgungskonzepten, um
für Rückenschmerz wirksamere Wege zu finden. Damit wollen sie
zeitraubende und kostenträchtige Umwege bis zum Therapieziel
verhindern. Die können beispielsweise durch rein organbezogene
Diagnosen oder durch die Selbstmedikation von Patienten mit rezeptfreien
Schmerzmitteln im Vorfeld entstehen. Nicht nur Versorgungsforscher, auch
Sportmediziner schärfen in einem großen, auf drei Jahre angelegten
Forschungsprojekt übergreifend das Risikoprofil für Rückenschmerz.

Fachübergreifende Therapie mit dem Zahnarzt

Für Zahnärzte wie jene im bundesweiten Netzwerk der GZFA gehört die
fachübergreifende Therapie bereits zum Alltag. Sie rücken das erkrankte
Kausystem in den Fokus, das auch Leiden wie Rückenschmerz hervor rufen
kann. Anhand eines standardisierten Schienentherapiekonzeptes können sie
das Schmerzsymptom auf seine Ursache zurück führen und andere
Therapeuten gezielt mit einsetzen. „Unsere Mitglieder bekommen Patienten
mit Rückenschmerzen oft vom Orthopäden, HNO-Arzt, Physiotherapeuten
GZFA-PM1202 Neue Wege bei Rückenschmerz – 29.02.2012 Seite 2 von 3
oder vom Osteopathen in die Praxis überwiesen“, erklärt Franz Weiß,
Geschäftsführer der GZFA. Haben diese Haltungsstörungen wie Schulteroder
Beckenschiefstand oder einen gestörten muskulären Status festgestellt
und schöpfen sie Verdacht auf einen Fehlbiss, ist die Diagnose eines
funktionstherapeutisch arbeitenden Zahnarztes gefragt. „Wieder andere
Mitglieder sind als Funktionstherapeuten in der Region bekannt oder
werden, beispielsweise über das Internet, gezielt gesucht“, so Weiß.

Zusammenspiel von Kiefer und Körper

Zu den entscheidenden Suchwörtern zählt die Cranio Mandibuläre
Dysfunktion. Der Begriff umschreibt das gestörte Zusammenspiel von
Schädel (lat. Cranium) und Unterkiefer (lat. Mandibula). Es kann
Schmerzsymptome an Zähnen und Kaumuskeln sowie im Bereich von Kopf,
Schultern und Rücken hervor rufen. Eine verbreitete Ursache ist das
Pressen und Knirschen mit den Zähnen, wovon laut
Bundeszahnärztekammer aktuell jeder Zehnte betroffen ist. Spuren davon
werden an einem abgeriebenen Gebiss (Abrasion) und einer veränderten
Bisshöhe sichtbar. Gängige Behandlungsform bei CMD ist die
Schienentherapie mit voran gegangenem klinischen und instrumentellen
Funktionstest. Ein therapeutisches Zwischenziel ist zunächst, mit der
Schiene die Fehlkontakte im Biss zu unterbrechen. Das leisten
beispielsweise Knirscherschienen, die allerdings wegen der Abnutzung
immer wieder erneuert werden müssen und nicht ursächlich, sondern nur
symptombezogen wirken. „Das eigentliche Therapieziel muss ein gesunder
Biss mit einer physiologischen Position der Kiefergelenke sein“, so Weiß.

Die Gesellschaft für Zahngesundheit, Funktion und Ästhetik (GZFA) mit
Sitz in München baut ein bundesweites interdisziplinäres Netzwerk mit
Zahnärzten, Implantologen und anderen Ärzten auf. Parallel betreibt sie
unter www.gzfa.de ein Beratungsportal mit monatlich bis zu 50.000
Zugriffen. Hier informiert sie umfassend über Zahngesundheit.
Erst im Oktober 2011 hat die GZFA zu ihrem Therapiekonzept eine
Auswertung mit 78 Patientenfällen vorgelegt. Details des Konzepts hat
Franz Weiß unter anderem in diesem Fachbeitrag beschrieben.
Das genannte sportmedizinische Forschungsprojekt leitet federführend das
Universitätsklinikum Potsdam. Die Angaben zu Rückenschmerzpatienten
bei DAK und AOK wurde kürzlich in Kooperation mit dem IGES Institut
und Grünenthal publiziert.

Pressekontakt:

Gesellschaft für Zahngesundheit, Funktion und Ästhetik mbH (GZFA)
Franz Weiß, Geschäftsführer
Gollierstraße 70 D / IV
80339 München
Tel.: 089 / 58 98 80 90
GZFA-PM1202 Neue Wege bei Rückenschmerz – 29.02.2012 Seite 3 von 3
Fax: 089 / 50 290 92
www.gzfa.de, info[at]gzfa.de

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