Laser-Praxis: Laserbehandlung beim Zahnarzt

Welche Erkrankungen an Zähnen und Zahnfleisch können Zahnärzte mit Laserlicht behandeln?

Schonende Behandlung mit Laser ohne Bohrer

Bei Laserstrahlen handelt es sich um stark gebündelte Lichtstrahlen von definierten Wellenlängen. Auch der Laser in der Zahnheilkunde führt eine bestimmte Menge an Energie mit sich und hat verschiedene Wirkungen auf das Gewebe. Die Strahlendosis lässt sich anpassen, so dass unterschiedliche Lasertherapien in der Zahnarztpraxis durchgeführt werden können.

Laser-Praxis: Welche Erkrankungen an Zähnen und Zahnfleisch können Zahnärzte mit Laserlicht behandeln?
Laser-Praxis: Welche Erkrankungen an Zähnen und
Zahnfleisch können Zahnärzte mit Laserlicht behandeln?
Bildquelle: ©Deutsche Gesellschaft für Laserzahnheilkunde
 

Es gibt diverse Lasertypen (z. B. Softlaser, Hardlaser) mit unterschiedlichen Leistungsstärken, die erfahrene Zahnärzte und Zahnärztinnen in der Laser-Praxis nach individueller Diagnose einsetzen. Das gebündelte Licht wird direkt und gezielt auf die zu behandelnde Stelle gerichtet. Als minimal invasive Methode ist dieses Vorgehen schmerzarm und schont umgebendes Gewebe. Der gefürchtete Bohrer hat ausgedient. Berührungslos und ohne störende Geräusche oder Vibrationen führt der Zahnarzt oder die Zahnärztin die Behandlung durch, die auch für Angstpatienten geeignet ist.
 

Wo finde ich eine Laser-Praxis in Deutschland?

In folgenden Städten und Regionen in Deutschland finden Sie Zahnärzte und Zahnärztinnen, die Erkrankungen an Zähnen, Zahnfleisch und Zahnhalteapparat unter Einsatz von Laserlicht behandeln:

 

Zahnarztpraxis für Laserbehandlung in Österreich

Wien


Die wichtigsten Laser-Anwendungen in der Zahnarztpraxis

Kariesbehandlung ohne Bohrer
Mit dem Laser wird die Kariesbehandlung schmerzarm und sogar an Stellen einfach, die im Mund schwer erreichbar sind. Der Zahnarzt richtet den Laserstrahl auf den kariösen Bereich. Berührungslos und ohne Bohrer werden mit dem Laser kleine Partikel entfernt. Das Licht ist so hell, dass man Karies sehr gut diagnostizieren und behandeln kann – und die umliegende gesunde Zahnsubstanz schonen kann.

Parodontitis
Die Volkskrankheit Parodontitis beginnt mit einer bakteriellen Zahnfleischentzündung (Gingivitis) und endet häufig mit Zahnverlust, da der Zahnhalteapparat durch die Bakterien geschädigt wird. Selbst bei fortgeschrittener Parodontitis kann mit Laser erfolgreich und vergleichsweise schonend behandelt werden. Zahnfleischtaschen sind der ideale Aufenthaltsort der aggressiven Bakterien. Je tiefer die Taschen sind, umso schwieriger ist es, diese gründlich zu säubern. Mit einer Laserbehandlung kann eine Taschentiefe von bis zu 9 mm von Bakterien befreit werden. Das Fortschreiten der Parodontose wird gestoppt und die Regeration des Kieferknochens sogar gefördert.

Endodontie
Zum Zahnerhalt ist es bei Wurzelkanalbehandlungen besonders wichtig, alle Bakterien in den verzweigten Wurzeln zu eliminieren. Mit dem Laser erreicht der Zahnarzt oder die Zahnärztin selbst die haarfeinen Wurzelkanäle bis in die unterste Spitze und kann die Bakterien ausräumen. Der Bereich wird desinfiziert und ist keimfrei, was die Wurzelbehandlung schneller und sicherer macht. Die langfristige Prognose zum Zahnerhalt verbessert sich deutlich.

Laser-Chirurgie und Implantologie
Nicht nur der Bohrer hat in der Lasertherapie ausgedient, sondern auch das gefürchtete Skalpell, wenn es z. B. um chirurgische Eingriffe an Zahnfleisch und Mundschleimhaut wie das Entfernen des Lippen- und Zungenbändchens geht. Ebenfalls hilfreich ist der Laser, wenn Implantologen nach der Einheilphase eines Zahnimplantats, die Schleimhaut nochmals öffnen, um das Abutment und die Implantatkrone anzubringen.

Übersensible Zahnhälse
Kalte oder heiße Speisen und Getränke lösen bei Patienten mit hochsensiblen Zahnhälsen Schmerzen aus, da kleinste Dentinkanälchen freiliegen und dadurch Wärme und Kälte direkt an den Zahnnerv gelangen. Auf diese empfindlichen Stellen wird ein Gel aufgetragen und mit dem Laser behandelt, um sie zu verschließen. Meist reicht eine einzige Anwendung aus.

Laser-Praxis: Laserbehandlung beim Zahnarzt bei übersensiblen Zahnhälsen im Unterkiefer.
Laser-Praxis: Laserbehandlung beim Zahnarzt bei übersensiblen Zahnhälsen im Unterkiefer.
Bildquelle: ©GZFA
 

Ästhetische Zahnmedizin
Laserbleaching ist hocheffizient. Innerhalb einer sehr kurzen Behandlungszeit werden die Zähne schmerzfrei und ohne Nebenwirkungen aufgehellt und schimmern wieder. Das Ergebnis hält viel länger vor als konventionelles Bleaching.

Weitere Laser-Anwendungsbereiche
Die sanfte Lasertherapie kann auch bei Herpes, Aphten und Fieberbläschen angewandt werden. Mit Hilfe des Laserstrahls lassen sich selbst unterhalb der Haut Viren zerstören, ohne gesundes Gewebe zu beschädigen. Symptome wie Juckreiz und Schmerzen lindern sich meist innerhalb von zwei Tagen und treten nach der Laserbehandlung seltener oder überhaupt nicht mehr auf.
 

Welche Vorteile haben Laserbehandlungen?

Da der Laser gezielt auf die Behandlungsstelle gerichtet ist, wird der Bereich stark eingegrenzt. Die Behandlung ist damit schmerzärmer und schonender als die herkömmliche Methode. Gleichzeitig wirkt das Laserlicht desinfizierend und entfernt Bakterien an Stellen, die mit anderen Instrumenten schlecht oder nicht erreicht werden können. Da überhandnehmende Bakterien im Mund Auswirkungen auf allgemeine Erkrankungen wie z. B. Rheumatische Arthritis, Diabetes oder Erkrankungen auf Herz und Kreislauf haben können, fördert es auch die allgemeine Gesundheit.

Bei manchen Eingriffen (z. B. schwerer Parodontitis) lassen sich Operationen vermeiden oder stark abmildern. Selbst auf eine örtliche Betäubung kann meistens verzichtet werden, was den gesamten Organismus schont. Der Heilungsprozess wird beschleunigt. Durch das Laserlicht wird das Gewebe beruhigt, die Eigenregulierung des Körpers stimuliert und die Entzündungswahrscheinlichkeit gesenkt.
 

Sind Laserbehandlungen für alle Patienten geeignet?

Eine zahnmedizinische Behandlung mit Lasern ist eine sehr schonende Maßnahme für Patienten. Deshalb ist die Lasertherapie selbst für Risikopatienten mit Vorerkrankungen geeignet wie z. B. für Patienten mit einem Herzschrittmacher oder künstlichen Herzklappen, Diabetiker, Herz-Kreislauf-Kranke, Rheumatiker und Menschen, die Blutverdünnungsmittel einnehmen müssen. Sogar für Schwangere, Kinder und Angstpatienten eignet sich die Lasertherapie. 

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