CMD

Knirschen der Zähne - Unbewusste Gewohnheit mit Gesundheitsgefahr


Das Knirschen der Zähne ist eine bekannte aber unbewusste Gewohnheit, die sehr viele Menschen an sich selbst beobachten. Im Sprachgebrauch sind unterschiedliche Redewendungen üblich, die auf diese Angewohnheit verweisen. So nehmen wir eine unabänderliche Sache „zähneknirschend“ hin oder „beißen die Zähne zusammen“, wenn wir unangenehme Dinge tun müssen. 

Auslöser Stress

Auslöser für dieses Knirschen der Zähne ist also sehr häufig emotionaler Stress, der besonders nachts im Schlaf verarbeitet werden muss. Die Abreaktion von psychischen Belastungen und Spannungen erfolgt bei vielen Menschen über heftiges Knirschen und Pressen mit den Zähnen, wobei sich enorme Kräfte von bis 400- 800 N im Kauzentrum entfalten. Man spricht von Bruxismus

Nicht jeder Betroffene ist sich allerdings bewusst, dass diese Gewohnheit eine echte Gesundheitsgefahr birgt. Denn extreme "Knirscher" schädigen den Zahnschmelz der Zähne, die härteste Substanz im Körper; sie knirschen ihn regelrecht bis zum Zahnmark ab. Nicht selten wird der Zahnhalteapparat, das Zahnbett so sehr geschädigt, dass es zu Lockerungen und im schlimmsten Fall sogar zum Zahnverlust führt. 

Intensives Knirschen kann in der Folge zu einer Verspannung der Kau- Kopf- und Gesichtsmuskeln mit Überbeanspruchung und Fehlbelastung des Kiefergelenks führen und hat demnach negative Auswirkungen auf das gesamte Kausystem.

So können neben den Zahnschädigungen auch Schmerzen und Beschwerden in unterschiedlichen Regionen des Körpers auftreten, wie Kopf-, Gesichts- Nacken- und Schulterschmerzen.

Auslöser „Falscher Biss“

Neben psycho-emotionalem Stress, kann auch ein „falscher Biss“ Auslöser für das Knirschen der Zähne sein. In diesen Fällen passen die oberen und unteren Zähne nicht mehr perfekt zusammen, sie weisen Fehlkontakte auf. Das Knirschen ist Ausdruck dafür, die richtige Bisslage zu finden, wobei es zur unnatürlichen Abnutzung der Zähne kommt.  Manchmal kann bereits eine zu hohe Zahnfüllung oder eine Zahnlücke dafür verantwortlich sein, dass das natürliche Zusammenspiel der Zähne gestört ist. 

Schienentherapie und Entspannung helfen

Das Knirschen der Zähne muss durch mehrere Maßnahmen behandelt werden. Bei Menschen, die knirschen, aber keine Schmerzen und Beschwerden haben, ist es meist ausreichend, das weitere Abknirschen der Zähne zu verhindern. Abhilfe schaffen hier sog. Knirscherschienen. 

Sind die Zähne allerdings bereits sehr verkürzt und geschädigt oder treten CMD-Beschwerden, wie Kopf- und Gesichtsschmerzen oder Tinnitus auf, empfiehlt sich der Einsatz einer diagnostischen Oberkiefer-Aufbissschiene, wie die DROS®-Schiene. In zwei Phasen bewirkt sie eine Entspannung der Kaumuskulatur, hebt die Fehlkontakte der Zähne auf, erreicht die natürliche Kiefergelenkposition und zeigt den Weg auf für einen anschließenden, eventuell notwendigen prothetischen Aufbau der verloren gegangenen Zahnsubstanz.

Wichtige unterstützende Maßnahmen sind alle Maßnahmen, die dem Stressabbau und der Entspannung dienen. Dazu gehören Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder die Progressive Muskelentspannung nach Jakobson, ebenso wie Physiotherapie und Massagen. 

Hier finden Sie Zahnärzte für die DROS®-Schienentherapie


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