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Was ist Angst?

Angst ist ein unangenehmes, aber normales Gefühl, das bei jedem Menschen auftritt. Angst tritt in Situationen auf, die als bedrohlich, ungewiss und unkontrollierbar eingeschätzt werden, in denen Sie sich hilflos fühlen.

Wozu haben wir Angst?

Angst ist sinnvoll und notwendig, um automatische, schnelle, körperliche Reaktionen hervorzurufen. Während unserer Entwicklungsgeschichte war Angst zur Vorbereitung auf Flucht oder Kampf notwendig, um überleben zu können, d. h. angreifen oder weglaufen zu können. Somit war die Angst sehr wichtig, um den Organismus vor Gefahren zu bewahren. Heute dient die Angst als Alarmreaktion, um z. B. im Straßenverkehr zur Seite springen zu können, wenn Gefahr besteht oder als Alarmsignal, um z. B. die Aufmerksamkeit beim Bergsteigen zu erhöhen. Überstarke Angst schränkt unser Denken und unser Verhalten jedoch ein und kann zu unrealistischen, übertriebenen oder negativen Gedanken sowie Verhaltensweisen führen.

Wie entsteht Angst?

Die meisten Situationen, in denen wir Angst verspüren, werden im Laufe unseres Lebens erlernt. Somit kann bereits ein unangenehmes oder beängstigendes Erlebnis beim Zahnarzt dazu führen, dass man den Situationen aus dem Weg geht oder sie nur mit massiver Angst durchstehen kann. Aus einem unproblematischen Vorgang ist eine Situation entstanden, in der fast automatisch mit angstvollen Gedanken und Befürchtungen wobei mit ängstlicher körperlicher Anspannung und häufig auch mit Vermeidungsverhalten reagiert wird. Der Besuch beim Zahnarzt wird so lange wie möglich heraus geschoben.

Wie äußert sich Angst?

Es gibt drei Bestandteile der Angst:

  • die körperliche Reaktion, z. B. Herzrasen, Schwitzen, Zittern und Anspannung der Muskeln,
  • die angstgetönten Gedanken, wie z. B. die Befürchtung, beim Zahnarzt die Kontrolle zu verlieren, oder der selbstauferlegte Druck, unbedingt durchhalten zu müssen. Viele Patienten glauben erfahrungsgemäß, dass gerade ihre Zahnwurzeln besonders lang sind und dass bei einem Versuch, einen Zahn zu ziehen bestimmt eine Wurzel brechen wird. Andere Patienten glauben, ihre Zähne seien besonders stark zerstört und trauen sich nicht, dem Zahnarzt ihre Zähne zu zeigen. Objektiv betrachtet sind diese Gedanken übertrieben und nicht realistisch,
  • das Verhalten, wie z. B. aus der Angstsituation "Zahnarztbesuch" zu flüchten oder den Zahnarztbesuch von vornherein zu vermeiden. Man kann aber auch ein hilfesuchendes Verhalten zeigen, indem man bestimmte Hilfsmittel, wie Tabletten für den Notfall dabei hat.

Quelle:
Informationsbroschüre der Poliklinischen Universitätsambulanz für Psychotherapie, Universität Wuppertal

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