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Fluor

Fluor hat eine große Bedeutung für den Zahnstoffwechsel; es steigert die Festigkeit der Zahnsubstanz, bewirkt eine Kariesvorbeugung und hemmt die Mundbakterien, die Beläge bilden. Außerdem verhindert es das Herauslösen von Mineralstoffen aus dem Zahn, fördert das Einlagern von Mineralien und vermindert die Säureproduktion durch Bakterien. Fluoride kommen überall in der Natur vor, im Boden, in der Luft und im Wasser. Im Wesentlichen erfolgt die Aufnahme über den Magen-Darm-Trakt. 99% der Fluoride (ca. 2,6Gramm) befinden sich in den Knochen und Zähnen.

 

Kariesprophylaxe mit Fluor

Eine gezielte Verabreichung von Fluoriden zählt zur wichtigsten Kariesprophylaxe. Hierfür eignen sich Fluoridtabletten, fluoridhaltiges Kochsalz und fluoridhaltige Wässer. Ein lokales Auftragen von Fluorid auf den Zahnschmelz erfolgt durch konzentrierte fluoridhaltige Lacke. Auch Zahncremes oder Spüllösungen, die Fluor enthalten, können den Zahnschmelz stärken. Über das Putzen gelangen Fluoridionen in den Zahnschmelz und verbinden sich mit den Kalziumbestandteilen des Zahnes, es entsteht eine Verbindung (Fluorapatit), die von Säuren nur schwer anzugreifen ist; täglich ist der Zahnschmelz bakteriellen Säurenangriffen (Fruchtsäfte, Limonaden, Cola etc.) ausgesetzt.

 

Fluorpräparate

Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund und Kieferheilkunde zur Dosierung von Fluoridierungspräparaten:

Zum Kochen eignet sich fluoridiertes und jodiertes Speisesalz. Nicht zu vergessen ist, dass in Sojanahrung, hypoallergene Nahrungsmitteln und in bilanzierten Diäten sowie in Mineralwässern zur Herstellung von Säuglingsnahrung auch Fluor enthalten ist.

In Kinderzahncreme ist 500 ppm Fluorid enthalten. Mit einer erbsengroßen Menge wird bis zum 2. Lebensjahr einmal täglich geputzt. Vom 2. bis zum 6. Lebensjahr zweimal und ab dem 7. Lebensjahr kann man zwei bis dreimal täglich eine Erwachsenenzahncreme, die 1500 ppm Fluorid enthält, verwenden.

Wird bei der Zahnpflege keine Fouridzahncreme verwendet und beim Kochen auf das fluoirdhaltige Salz verzichtet, so kann die Verabreichung von Fluoriden mit Fluoridtabletten erfolgen. Die Tabletten sollten gelutscht werden und die Dosierung sollte unter Berücksichtigung der über das Trinkwasser aufgenommenen Fluoridmenge erfolgen. Den Gehalt des lokalen Trinkwassers erfährt man beim zuständigen Wasserwerk oder beim Gesundheitsamt.

Ab dem 7. Lebensjahr sollten die Kinder einmal in der Woche ein Fluoridgel verwenden oder einmal pro Tag mit einer fluoridhaltigen Spüllösung spülen.

Der Zahnarzt trägt auf die Zähne einen Fluoridlack oder eine Fluoridlösung auf; die Häufigkeit des regelmäßigen Auftragens ist individuell und wird von ihm entschieden.

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