28. September 2012
CranioMandibuläre Dysfunktion, Pressemeldung

Zehn Beschwerden, die mit Ihren Zähnen zusammenhängen können


München, 25.09.2012 (gzfa) – Am 25. September ist „Tag der Zahngesundheit“. Ein guter Anlass, um auf das wahre Kraftpaket im Körper, das Kausystem, hinzuweisen. Wenn es erkrankt, können verschiedenste Beschwerden entstehen. In der Fachwelt werden sie unter dem Begriff CranioMandibuläre Dysfunktion (CMD) zusammengefasst. Hier die wichtigsten Beschwerdesymptome:

Abrasionsgebiss im Ober- und Unterkiefer

Abrasionsgebiss im Ober- und Unterkiefer

1. Knirschen Sie mit den Zähnen?

Zähneknirschen (Bruxismus) nimmt in der Bevölkerung zu, darauf hat die Bundeszahnärztekammer Ende 2011 hingewiesen. Das zeigt sich besonders bei den 35- bis 45-Jährigen, darunter vor allem Frauen. Viel zu wenige wissen, dass Zähneknirschen auch durch Zahnlücken oder durch nicht perfekt angepasste Füllungen oder Brücken entstehen kann.

 

2. Knackt und schmerzt Ihr Kiefer?

Beim gesunden Kiefergelenk gleitet der Gelenkkopf in einer Gelenkpfanne mit einem sich mitbewegenden Polster (Diskus). Ganz anders, wenn sich z.B. durch Zähneknirschen die Bisshöhe und damit auch die Stellung des Ober- und Unterkiefers verändert: Dann schrumpft der Bewegungsspielraum des Kiefergelenks und der Diskus verlagert sich. Knack- und Reibegeräusche sind hörbare Hinweise darauf. Im schlimmsten Fall entwickelt sich daraus eine Kiefergelenksarthrose.

 

3. Haben Sie Schmerzen beim Öffnen des Mundes?

Zum Kausystem gehören vier Muskelpaare an Kiefer und Schläfen. Mit ihnen koordiniert man die Dreh- und Seitenbewegungen sowie das Vor- und Zurückziehen des Unterkiefers. Gleichzeitig kann diese Muskulatur mit bis zu 800 Newton die größte punktuelle Kraft im Körper aufbieten.

Wenn der Biss Fehlkontakte aufweist, können so extreme Verspannungen entstehen, die beim Mund Öffnen, Beißen oder Kauen schmerzhaft auftreten.

 

4. Plagen Sie Schmerzen im Rücken- und Schulterbereich?

Sehr viele Fehltage am Arbeitsplatz gehen auf das Konto von Rückenproblemen. Schuld kann das erkrankte Kausystem sein: Es wirkt über neuromuskuläre Mechanismen bis in die Bereiche von Nacken, Schulter und Rücken. Lassen Sie darum beim nächsten Zahnarztbesuch abklären, ob Ihr Kausystem gesund ist. Abgeriebene Zähne, ein Schulter- oder Beckenschiefstand können erste Hinweise bieten, ob eine weitere Diagnose lohnenswert erscheint.

 

5. Kopfschmerzen oder Migräne

Ein erkranktes Kausystem kann über neuromuskuläre Mechanismen Schmerzen im Gesicht, am Kopf oder im Nacken verursachen. Auch eine Wechselwirkung bei Wirbelveränderungen im Hals- und Nackenbereich ist denkbar. Um eine Migräne kann es sich handeln, wenn der Trigenimus-Nerv mit betroffen ist. Hier ist eine fachübergreifende Diagnostik ganz besonders wichtig.

 

6. Leiden Sie unter Ohrgeräuschen oder Tinnitus?

Rund zehn Prozent der Bundesbürger kennen Ohrgeräusche, die ihr Bewusstsein wahrnimmt und gleich wieder ausblendet. Anders bei rund 1,5 Millionen Menschen, die laut Deutscher Tinnitus-Liga massiv unter chronischem Tinnitus leiden. Wichtig ist, bei der Diagnose das Kiefergelenk nicht außer Acht zu lassen. Es ist über nervliche und muskuläre Kontakte eng mit Gehörgang und Mittelohrkomplex verbunden. So kann sich bei Zahnfehlstellungen der Druck auf die Kiefergelenke und auf die umgebende Muskulatur auswirken.

 

7. Schnarchen Sie?

Schnarchen kann eine Lautstärke von bis zu 90 Dezibel erreichen. Das entspricht dem Lärm eines motorbetriebenen Rasenmähers. Schlafforscher haben hochgerechnet, dass ab dem mittleren Lebensalter 46 Prozent der Männer und 25 Prozent der Frauen von Schnarchen betroffen sind. Ob es medizinisch bedenklich ist, kann gemeinsam mit HNO- oder Lungenfacharzt auch ein Zahnarzt klären. Der untersucht, ob Zahnstatus, die Schädelform mit Unterkieferposition oder Bissfehlstellungen den Rachenraum eingeengt haben.

 

8. Hat sich Ihre Fähigkeit zur Artikulation verschlechtert?

Bei der Artikulation sind Zähne, insbesondere die Frontzahnreihen, und das Kausystem mit den Kiefergelenken beteiligt. Jeder kennt die Beeinträchtigung durch Zahnlücken oder nicht perfekt angepassten Zahnersatz. Weniger bekannt ist jene durch muskulären Druck auf die Kiefergelenke. Auch der Kloß im Hals oder Schluckbeschwerden können so entstehen.

 

9. Leiden Sie unter unerklärlichem Augenflimmern?

Die Augäpfel umgibt ein beschützendes Lager aus Muskelgewebe und Schädel- und Gesichtsknochen. Ist das Kausystem erkrankt, kann der dort entstehende Druck Schmerzen am Auge, Augenflimmern, Doppelsehen oder übergroße Lichtempfindlichkeit verursachen. Wenn der Befund von Augenarzt und Neurologe keinen Hinweis ergibt, sollte ergänzend ein Zahnarzt den Biss überprüfen.

 

10. Häufige Schwindelanfälle?

Fehllaufende Reize der Muskulatur im Bereich von Nacken, Hals und Rumpf können die Funktion des Gleichgewichts stören. Wer auch Jahre nach einem sogenannten Schleudertrauma oder einer Gehirnerschütterung unter Schwindelanfällen leidet, sollte nach dem Befund von HNO-Arzt und Neurologen als drittes seinen Zahnarzt aufsuchen und den Biss prüfen lassen. So kann man Spätfolgen auf das Kausystem als neuerlichen Auslöser für Schwindel ausschließen.

Quelle: Gesellschaft für Zahngesundheit, Funktion und Ästhetik (GZFA)

Die Gesellschaft für Zahngesundheit, Funktion und Ästhetik (GZFA) mit Sitz in München baut ein bundesweites interdisziplinäres Netzwerk mit Zahnärzten, Implantologen und Co-Therapeuten auf. Parallel betreibt sie unter www.gzfa.de  ein Beratungsportal mit monatlich bis zu 50.000 Zugriffen. Hier informiert sie umfassend über Zahngesundheit.

Erst im Oktober 2011 hat die GZFA zu ihrem Funktionstherapiekonzept eine Auswertung mit 78 Patientenfällen vorgelegt. Details des Konzepts hat Franz Weiß unter anderem in diesem Fachbeitrag beschrieben.

 

Pressekontakt:

Gesellschaft für Zahngesundheit, Funktion und Ästhetik mbH (GZFA)

Franz Weiß, Geschäftsführer

Gollierstraße 70 D / IV

80339 München

Tel.: 089 – 58 98 80 90

Fax: 089 – 50 290 92

www.gzfa.de , info@gzfa.de

 

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Bettina S. Edelmann

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81737 München

Tel.: 089 – 444 78 230

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