Behandlungsmethoden bei Karies und Fehlstellungen

Ziel: Erhalt der eigenen Zähne und der Zahngesundheit

Die Kinderzahnheilkunde kennt zahlreiche Behandlungsmethoden bei Karies und Fehlstellungen der Zähne im Kindergebiss:
 

Zahnversiegelung

Jedes Kind hat andere Zähne und jeder Zahn ist unterschiedlich. Sind die Furchen und Rillen an der Zahnoberfläche der Backenzähne sehr tief, besteht ein erhöhtes Kariesrisiko. Zum Schutz vor Karies nimmt der Zahnarzt daher häufig eine Fissurenversiegelung vor:
Dabei werden zuerst die Zähne gründlich gereinigt und gut getrocknet. Dann wird ein dünnflüssiger Kunststoff aufgetragen. Zum Aushärten werden die Zähne einige Minuten mit einem Licht bestrahlt (Photopolymerisation). Die Versiegelung hält ca. 2-4 Jahre, manchmal sogar länger.
 

Milchzahnkronen

Ein zu früher Milchzahnverlust kann zu einem Platzmangel im bleibenden Gebiss führen, weil die Platzhalterfunktion des Milchzahnes für den nachkommenden Zahn nicht mehr gegeben ist. Deshalb arbeiten Zahnärzte mit vorgefertigten Kronen, die den angegriffenen Milchzahn sozusagen „reparieren“, um seine wichtige Kau- und Platzhalterfunktion zu erhalten.
 

Füllungen

Wenn Kinderzähne durch Karies Löcher bekommen, wird nach einer passenden Füllung gesucht. Amalgam ist das kostengünstigste Material, das jedoch, laut einer neuen Verordnung des EU Parlaments, aufgrund gesundheitlicher Bedenken bei unter 15jährigen nicht verwendet werden darf. Es wird nur im nicht sichtbaren Seitenbereich eingesetzt, besonders an den Backenzähnen, wo der Kaudruck am größten ist. Amalgamfüllungen halten ca.7-8 Jahre.
Mit Kunststofffüllungen verschließt der Zahnarzt meistens Löcher in den Front- bzw. Schneidezähnen, weil sich die Füllungsfarbe auf die Zahnfarbe abstimmen lässt. Füllungen aus Kunststoff halten ca. 6-10 Jahre. Vorteil: Bei einem Austausch der Füllung kann die gesunde Zahnsubstanz geschont werden.
Keramikinlays sind sehr stabil und zahnfarben. Sie werden gerne für die sichtbaren Seitenzähne genommen und halten ca. 8-10 Jahre.
Glasionomerzement wird in der Regel für Milchzähne hergenommen, die bald ausfallen, weil dieser Füllstoff nur ca. 2 Jahre hält.
Goldinlays werden bei Kindern sehr selten eingesetzt, haben aber mit 10-15 Jahren die längste Haltbarkeit.
 

Milchzahn-Endodontie

Bei Milchzähnen kann sich das Zahnmark im Inneren des Zahns (Pulpa) schneller entzünden, weil es größer ist als bei bleibenden Zähnen. Bei der Behandlung des Zahninneren entfernt der Zahnarzt entweder den infizierten Teil der Pulpa, auch Pulpotomie genannt oder die ganze Pulpa (Pulpektomie). Beide Verfahren der endodontischen Therapie  werden unter einer Lokalanästhesie vorgenommen. Oberstes Ziel bei dieser frühen Wurzelkanalbehandlung ist der Erhalt des Milchzahns und damit seiner Platzhalterfunktion, bis zum Durchbruch des bleibenden Zahns.
 

Zahnspangen & Co.

Es gibt verschiedene Gründe für eine Korrektur des Kindergebisses: beispielsweise Zahnunfälle; Fehlstellungen des Kiefers durch Dauernuckeln; frühzeitiger Milchzahnverlust durch Karies;  angeborene Anomalien, wie z.B. Zahnengstand, Lücke zwischen den beiden Frontzähnen (Diastema), fehlende Zähne, verlagerte Zähne, Über-/Unterbiss, offener Biss sowie Tiefbiss.

Die Zeit zwischen dem 10.-13. Lebensjahr eignet sich am besten für eine Therapie mit herausnehmbaren Zahnspangen, wie z.B. Platten und Aktivatoren oder festen Apparaturen, wie z.B. Brackets, Bändern, Zahnplatzhaltern und Bögen. Eine leichte Kieferfehlstellung (Dysgnathie) kann der Kinderzahnarzt therapieren, bei einer schweren Kieferfehlstellung wird meist ein Kieferorthopäde hinzugezogen.

Das Ziel aller Behandlungen im Kindergebiss ist die ungestörte Entwicklung der bleibenden Zähne und der langfristige Erhalt der Zahngesundheit.


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