Parodontologie

Zähne und Krankheitsherde


Manche Ärzte empfehlen den Patienten "beherdete Zähne" ziehen zu lassen. Unter einem Herd versteht man einen genau abgegrenzten Krankheitsprozess, der über die direkte Umgebung hinaus Fernwirkungen hat - also zum Beispiel Gelenkschmerzen verursachen kann.

Normales Absterben eines Zahns beginnt mit Karies. Zuerst entsteht ein kleines Loch in der Schmelzschicht, das nicht weh tut. Die Schmerzen beginnen erst dann, wenn das Loch in die weiche Dentinschicht reicht und die Pulpa (Zahnmark) angreift, eine Infektion und Entzündung sind die Folge, die wiederum zum Absterben der Pulpa führen können. Sobald ein Zahn, bzw. die Pulpa, anfängt abzusterben, ist er ein Herd. Ein Prozess, der jahrelang dauern kann. Absterbende Zähne bedeuten für den Körper eine störende Veränderung. Der Nerv "zieht sich" an die Wurzelspitze zurück. Über die Wurzelspitze drängt krankmachendes Gewebe auf zweierlei Wege in den Körper:

  • Bei widerstandsfähigen Menschen entwickelt sich an der Wurzelspitze aus den Giftsoffen ein Granulom, ein erbsengroßes Bällchen. Diese verursachen nie direkte Beschwerden, können aber den Organismus belasten und in einen Abszess (eitriges Geschwür) übergehen.
  • Wenn die Kraft zur Granulombildung nicht mehr besteht, ergießen sich die Giftstoffe schrankenlos in den Kieferknochen; das umliegende Knochengewebe entzündet sich und schmerzt manchmal.

Auch der Zahnarzt kann versehentlich einen Zahn durch Falschbehandlung töten. Wird beim Beschleifen eines Zahnes zuviel von der Schmelzschicht entfernt, zu schnell oder zu heiß (zuwenig Wasser) beschliffen, dann kann das Dentin angegriffen werden und der Zahn stirbt.


Fachbegrifflexikon

In unserem Glossar werden medizinische Fachbegriffe patientengerechte erklärt.

zum Fachbegrifflexikon>>

Übersicht der Fachspezialisten

Finden Sie den nächstgelegenen Premium Zahnarzt in Ihrer Region.

zur Übersicht der Fachspezialisten>>

Suche

Durchforsten Sie unsere Webseite nach Ihrem Suchbegriff.

zur Suche>>