Die okklusale Kontrolle mit Hilfe des Aqualizers

Der Aqualizer als Hilfsmittel für den Zahnarzt

Als Hilfsmittel zur Ermittlung der harmonischen, physiologischen Okklusion bei stabiler Kiefergelenkposition, setzt der Zahnarzt ein mit Flüssigkeit gefülltes Kaukissen ein, den Aqualizer. Dieser dient damit der okklusalen Kontrolle als auch dem Aufdecken von Okklusionsstörungen bzw. Zahnvorkontakten.

Zahnvor- bzw. Zahnfrühkontakte können eine Verlagerung des Unterkiefers in eine habituelle Okklusion (Abb. 21) auslösen. Das bedeutet, der Patient weicht unbewusst (gesteuert über das Zentralnervensystem) diesem Frühkontakt aus, um eine neue Position mit mehreren okklusalen Kontakten einzunehmen (Abb.22). Der Aqualizer bewirkt durch seine Entspannung eine neuromuskuläre Deprogrammierung des kompletten stomatognathen Systems. Der Unterkiefer kann sich nun wieder in die ursprüngliche stabile Position (CR-Position) zurückbewegen.

Zur Bestimmung der korrekten okklusalen Verhältnisse gibt es zwei Methoden, die einzeln oder auch kombiniert eingesetzt werden können. Nach einer 15-30 min. Tragedauer des Aqualizers (Abb. 23), sollte der Patient genügend entspannt sein, um seine alte habituelle Okklusion aufzugeben und seinen Unterkiefer in eine neue, physiologisch günstigere Bisslage zu positionieren. Der Aqualizer wird herausgenommen und im Anschluss sofort die Okklusion mit Artikulationspapier oder Okklusionsfolie geprüft.

Die komplette Deprogrammierung erfolgt erfahrungsgemäß nach ca.15-30 min. Der Aqualizer wird anschließend herausgenommen und der Behandler sollte sofort im Anschluss die Okklusion prüfen, da der Patient sehr schnell wieder in seine alte habituelle Okklusion zurückkehrt. Zum Markieren von Vorkontakten nimmt man Bausch Artikulationspapier 200µ mit progressiver Farbtönung, da mit diesem Indikator alle Kaudruckinterferenzen als farbschattierte Markierungen sofort erkennbar sind (Abb.24/25).

Abbildung 21 zeigt einen auslösenden Vorkontakt, der zu einer Verlagerung des Unterkiefers führt,  wodurch eine neue Okklusion mit  maximalem Vielpunktkontakt entsteht. (Abb. 22 = habituelle Okklusion)
Abbildung 21 zeigt einen auslösenden Vorkontakt, der zu einer Verlagerung des Unterkiefers führt,  wodurch eine neue Okklusion mit  maximalem Vielpunktkontakt entsteht. (Abb. 22 = habituelle Okklusion)

Abbildung 21 zeigt einen auslösenden Vorkontakt, der zu einer Verlagerung des Unterkiefers führt, wodurch eine neue Okklusion mit maximalem Vielpunktkontakt entsteht. (Abb. 22 = habituelle Okklusion)

Abbildung 23 zeigt die Wirkung des Kaukissens/Aqualizers:  Neuromuskuläre Entspannung, wodurch sich der Unterkiefer wieder in seine physiologische Position zurückbewegen kann.

Abbildung 23 zeigt die Wirkung des Kaukissens/Aqualizers: Neuromuskuläre Entspannung, wodurch sich der Unterkiefer wieder in seine physiologische Position zurückbewegen kann.

Abbildung 24 und 25 zeigen die Wirkungsweise von Artikulationspapier zur farblichen Markierung von Vor- oder Frühkontakten.
Abbildung 24 und 25 zeigen die Wirkungsweise von Artikulationspapier zur farblichen Markierung von Vor- oder Frühkontakten.

Abbildung 24 und 25 zeigen die Wirkungsweise von Artikulationspapier zur farblichen Markierung von Vor- oder Frühkontakten.

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