Zahnärztliche Behandlungsplanung: Stellungnahme von Univ. Prof. i.R. MR. Dr. Rudolf Slavicek

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DONAU-UNIVERSITÄT-KREMS Zentrum für  Interdisziplinäre Zahnheilkunde Univ. Prof. i.R. MR. Dr. Rudolf Slavicek

Wie behandelt der Zahnarzt?

Der Zahnarzt stellt mit einer umfassenden systematischen Befunderhebung und Diagnostik fest, ob die jeweiligen Bissverhältnisse für den Patienten belastend sind oder nicht.

Der Zahnarzt braucht hierfür eine Zusatzausbildung.

Das kann nicht jeder Zahnarzt.

Nach Auswertung der erhobenen Befunde und Diagnosestellung erfolgt eine individuelle Behandlungsplanung. Wurden mit Hilfe der Funktionsanalyse Einflüsse der Bisssituation auf die Funktionsstörung gefunden, kann als erster Behandlungsschritt die Eingliederung einer herausnehmbaren Aufbissschiene in der richtigen Gelenkposition, notwendig werden.

Wie behandelt der Zahnarzt mit funktioneller Zusatzausbildung?

Zahnärzte, die Funktionsstörungen bzw. CMD – Erkrankungen behandeln nutzen in der ersten Behandlungsphase fast ausschließlich Schienen, bzw. Aufbiss- und Okklusionsbehelfe.

Diese Zahnärzte bedienen sich also der Okklusion / Bisssituation um die CMD – Erkrankung zu behandeln.

Eine Schiene wirkt besonders dadurch, dass in der Schiene Konstruktionsmerkmale enthalten sind, die in der Bisssituation des Patienten nicht (nicht mehr) enthalten sind.

Warum sollte eine Schiene sonst helfen?

Nur einfach Zähne auseinanderzuhalten ist zu wenig!

Die Qualitätssicherung einer Schiene besteht darin, dass unbedingt die funktionellen Parameter des Kauorgans exakt untersucht werden müssen.

Eine Schiene ist Therapie nach einer systematischen Diagnostik und kein Ausprobierwerkzeug in Ermangelung einer genauen Diagnose.

Diagnose und Konstruktionsauftrag für eine Schiene im Rahmen einer Gesamtbehandlungsplanung können nur vom Zahnarzt erstellt werden.

Der Zahnarzt kann nur mit einem Zahntechniker zusammenarbeiten, der die entsprechende funktionelle Zusatzausbildung hat.

„Funktionsdiagnostik und Funktionstherapie ist nicht Domäne von zahnärztlichen oder medizinischen Dilettanten, die als Minipsychologen, Miniphysiotherapeuten oder Paramedizinern ihren Frust aus der schlecht beherrschten mechanischen Zahnheilkunde oder ihren Erziehungsmangel in der Gesamtmedizin am funktionsgestörten Kauorgan abreagieren wollen oder müssen."

Wie behandelt der Zahnarzt mit funktioneller Zusatzausbildung?

Die Zahnheilkunde wird zur Zeit dominiert von einer opportunistischen Grundhaltung bzgl. der Bedeutung der Okklusion für den Menschen.

Sehr viele Argumente werden gegen die Bedeutung der Bisssituation vorgebracht. Entweder besteht keinerlei Wissen um die Details des Kauorgans oder der Stellenwert der Okklusion wird bewusst herabgesetzt.

Allerdings werden bei Behandlung von CMD oder Dysfunktionen dann doch Okklusionsbehelfe (Aufbissschienen) zur Verbesserung gerade dieser scheinbar unwichtigen Okklusion eingesetzt.

Viele Patienten haben auf Ihrem Leidensweg mehrere „Garnituren“ von Schienen zuhause!

Warum?

Antwort des DIFFD

Für die meisten eingesetzten Schienen fehlt die diagnostische Grundlage!

Wie behandelt der Zahnarzt mit funktioneller Zusatzausbildung?

Dieser Zahnarzt ist auf seinem ureigensten Gebiet,

• den Zähnen
• der Okklusion
• und Artikulation

umfassend ausgebildet.

Quelle: Deutsches Institut für Funktionsdiagnostik und -therapie

 

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